landtag-bw.de ↗

Katrin Schindele

CDU 23.03.2022 Sitzungen 17/33

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Vielen Dank an die Fraktion GRÜNE, dass wir heute im Plenum über das Thema Startup diskutieren. Denn es ist ein großes Anliegen der grünschwarzen Koalition, den Gründungsstandort Baden-Württemberg weiter auszubauen. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen) In der Begründung des Antrags steht bereits, dass Baden-Württemberg das Land der Tüftlerinnen und Tüftler ist. (Zuruf von der CDU: Bravo!) Aber natürlich stehen wir vor großen Herausforderungen: Klimakrise, Digitalisierung, aber auch Krisen, von denen wir bisher noch gar nichts wissen. Wir sind deshalb auch stolz auf den Mittelstand in unserem Land; jede Unternehmerin, jeder Unternehmer hat mal klein angefangen. (Beifall bei Abgeordneten der CDU und der Grünen) Der Mittelstand in unserem Land ist für unseren Wohlstand verantwortlich, für viele Arbeitsplätze und für die Strahlkraft unseres Landes. Das ist nicht selbstverständlich. Denn die eine oder andere Firma musste sich in ihrer Geschichte immer wieder neu erfinden. Herzlichen Dank an das Wirtschaftsministerium, welches in seiner Stellungnahme genau aufgezeigt hat, was bereits getan wurde, um den Unternehmergeist zu wecken und weiter zu unterstützen, aber auch, wohin die Reise geht, damit wir zum Start-up-Hotspot in Europa werden. In der Stellungnahme zum Antrag wurde detailliert die Vielzahl der passgenauen Programme aufgeführt. Ich nenne nur ganz kurz ein paar: Darlehen und Bürgschaften, welche natürlich klassische Gründungsfinanzierungen sind, nicht zurückzahlbare Zuschüsse wie „Start-up BW Pre-Seed“, „Startup BW Pro-Tect“ – welche auch der Kollege Tok schon angesprochen hat – und „Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum“, Beteiligungskapital, was natürlich auch für eine Unternehmensnachfolge extrem spannend ist, sowie verschiedene Förderungen im Bereich Produkt-, Dienstleistungs- und Prozessinnovationen; hier ist natürlich Invest BW (Katrin Schindele) ein wirklich ganz tolles Instrument, was wir auch immer wieder im Wirtschaftsausschuss sehen. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen) Das Thema „Man muss jung anfangen“ wurde auch schon erwähnt. Es gibt Unterstützung in Schulen wie „Start-up BW Young Talents“, aber auch im Studium, sodass die Gründungskultur hier schon früh beginnt. Sie haben gesehen, es ist ganz schön viel. Das alles ist gebündelt unter der Dachmarke „Start-up BW“, leicht zu finden unter „www.startupbw.de“, auch über verschiedene Social-Media-Kanäle, wo dann wirklich alle potenziellen Gründerinnen und Gründer, aber auch etablierte Firmen, Kammern, Kommunen, Verbände, Wirtschaftsförderungen und ebenso alle Interessierten aus der ganzen Welt schnell und einfach sehen, was das Wirtschaftsministerium passgenau für jede Gründungsphase anbietet. Die Begeisterung für das Gründen merkt man natürlich auch unserer Ministerin an. Das sieht man auf einigen Bildern, z. B. beim Elevator Pitch, dem Wettbewerb, bei dem einige Gründerinnen und Gründer mitgemacht haben. Die Begeisterung merke ich natürlich auch beim Staatssekretär Dr. Patrick Rapp, aber auch beim ganzen Team im Ministerium, mit dem ich mich vor Kurzem unterhalten habe. Dort ist man richtig stolz, dass ein vom Land gefördertes Unternehmen den renommierten Deutschen Gründerpreis erhalten hat. Das ist eine große Anerkennung für die junge Firma, aber auch für das Ministerium, und ein Zeichen, dass die Arbeit ankommt. (Beifall bei der CDU – Vereinzelt Beifall bei den Grünen) Darüber freuen sich nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch viele Start-ups in unserem Land und alle anderen Beteiligten an den verschiedensten Netzwerkveranstaltungen. Noch ein Termin für alle, die sich einbringen möchten: Am 29. und 30. September kann endlich wieder der Start-up-Gipfel „Start-up BW Summit“ auf der Messe in Stuttgart stattfinden. Im Jahr 2019 waren über 5 000 Teilnehmer dabei, darunter auch 380 Start-ups. Es war ein tolles Event. Auch Israel ist in diesem Jahr wieder dabei. Man sieht, dass es gut ankommt. Ganz kurz noch Folgendes: Oft gibt es Maßnahmen, von denen man nicht genau weiß, ob sie ankommen. Hier kann ich ganz klar sagen: Es kommt gut an. In einem Gespräch mit einem jungen Studenten aus meiner Heimat, aus dem Nordschwarzwald, wurde mir berichtet, dass im Studium eine Gründung stattgefunden hat. Hier ist eine passgenaue Lösung gefunden worden. Es geht um Mobilität und KI, um eine Mobilitäts-App. Ich bin gespannt, was daraus entstehen kann. Es wird schon angedacht, im Rahmen von Invest BW zu unterstützen und weiter zu planen, was natürlich eine gute Möglichkeit ist. Ich hoffe, dass ich vielleicht bei der nächsten Rede positiv davon berichten kann. Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an das gesamte Ministerium für die gute Arbeit insgesamt und vor allem für unseren Gründerstandort Baden-Württemberg. Weiter so! Hier sind wir gut unterwegs. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen) eriode – 33. Sitzung – Mittwoch, 23. März 2022

Alle Reden von Katrin Schindele Protokoll ↗