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Volker Schebesta

10.03.2022 Sitzungen 17/32

Die zusätzlich eingestellten Lehrerinnen und Lehrer stehen vor den Schülerinnen und Schülern und kommen insofern bei ihnen an. Ich will nur mal als eine „Baustelle“ 1 165 Lehrerinnen und Lehrer ansprechen, die für die Versorgung der Flüchtlinge zusätzlich eingestellt worden sind. Es ist ja nicht so, dass die Schülerinnen und Schüler die Lehrkräfte nicht sehen könnten, sondern die stehen vor ihnen und unterrichten. Und viele andere Maßnahmen wirken natürlich auch. (Beifall bei der CDU – Vereinzelt Beifall bei den Grünen) Zum SBBZ-Bereich: Ich will das nicht zu einer Diskussion über die Lehrkräftesituation werden lassen, weil es um den zentralen Schwerpunkt der Qualitätsentwicklung geht. Daher sage ich nur als Stichwort, dass wir auch in diesem Bereich mit vielen Maßnahmen reagiert haben, gerade auch mit dem, was in den Lehrgängen für den horizontalen Laufbahnwechsel angeboten worden ist. Auch der weitere Ausbau der Zahl der Studienanfängerplätze ist in der gemeinsamen Prüfung von Wissenschaftsministerium, Finanzministerium und Kultusministerium. Wir haben dort aber auch schon mit Maßnahmen reagiert – auch mit den Angeboten für Personen, die keine vollständige Lehrerausbildung haben –, um dem Rechnung zu tragen. Jetzt aber zu dem Punkt, um den es dann zentral tatsächlich gehen soll, nämlich die Qualitätsentwicklung. Qualität ist das, was bei den Kindern und Jugendlichen am Ende ankommt und hängen bleibt und was sie als Schülerinnen und Schüler für bessere Bildungsangebote, besseren Unterricht und damit mehr Lernerfolg brauchen. Wir wollen, dass sich Unterrichts- und Schulentwicklung weiter verbessern. Deshalb wollen wir das Qualitätskonzept auch weiter konsequent umsetzen und werden das auch tun. Das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wir haben das Qualitätskonzept vor rund drei Jahren auf den Weg gebracht, um die Schulentwicklung insgesamt auf eine eriode – 32. Sitzung – Donnerstag, 10. März 2022 neue datengestützte Basis zu stellen und sie noch enger mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verzahnen. Ein Ziel war dabei, die zersplitterten Verantwortlichkeiten und Angebotsstrukturen in der Lehrerbildung und -beratung neu zu strukturieren. Um an den Ausgangspunkt auch die Bewertung der damaligen Lehrerfortbildung zu stellen: Es fällt ja nicht vom Himmel, dass man dies so macht und die Lehrerfortbildung aufgreift. Es ist ja nicht so, dass es dort nur Rückmeldungen gegeben hätte, wie toll das alles sei und wie genau man wüsste, an wen man sich für welche Fortbildung wenden müsste. Lehrer haben sich in einer Befragung mehr Fachlichkeit in der Lehrerfortbildung gewünscht und eine bessere Unterstützung bei der fachdidaktischen Umsetzung der Lehrerfortbildung. Das ist der Ausgangspunkt. Natürlich schauen wir immer wieder darauf, wie man diesen Zielen gerecht wird. Die Gründung des ZSL war dabei ein zentraler und richtiger Schritt, auch wenn es immer wieder Stellen gibt, an denen wir zum jetzigen Zeitpunkt nacharbeiten müssen und dies auch tun werden. Aber eines ist klar: Das ZSL und alle dort tätigen Kolleginnen und Kollegen machen einen hervorragenden Job und haben in den vergangenen drei Jahren unter zum Teil schwersten Umständen eine enorme Aufbauarbeit geleistet, die ich ausdrücklich würdigen und anerkennen möchte. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen – Abg. Dr. Timm Kern FDP/DVP meldet sich.) Die Umsetzung des Qualitätskonzepts – das war von vornherein klar –, das ZSL und das IBBW als die zentralen Gelenkstellen auf den Weg zu bringen, ist eine Mammutaufgabe. Diese sollen die notwendige Arbeit, die im Qualitätskonzept niedergelegt ist, auf den Weg bringen. Zur systematischen Verknüpfung von Ausbildung und Fortbildung wurde eine Struktur von Fachteams aufgebaut, in denen sich die Expertinnen und Experten aus beiden Bereichen eng austauschen und abstimmen. 520 regionale Fachteams und 116 Landesfachteams sowie Koordinatorinnen und Koordinatoren sind mittlerweile etabliert.

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