Dr. Stefan Fulst-Blei
Frau Staatssekretärin, vielen herzlichen Dank für die Ausführungen. Mir ist noch nicht ganz klar – – Wir hatten 2015 – da waren wir beide ja noch in gemeinsamer Funktion in der Debatte – auch die Problematik diskutiert, wie schnell wir es eigentlich schaffen. Irgendwann haben wir dann auch mal festgestellt: Es ist eigentlich nicht machbar, dass man erst ein Vierteljahr abwartet, was die Verteilung etc. angeht. Jetzt kann sich das natürlich mit Blick auf die Ukraine-Flüchtlinge entweder so verhalten wie mit Blick auf Jugoslawien in den Neunzigerjahren. Dann geht das relativ schnell über Freunde. Es kann aber auch sein, dass das Thema noch relativ lange in den Aufnahmestrukturen verbleibt. Wir hatten heute Morgen ja die Debatte. Ich erinnere an die 800 zusätzlichen Plätze in Heidelberg. Bislang habe ich nur herausgehört: Wir wollen schauen, dass die Kinder relativ schnell in der Kita oder in der Schule ankommen. Denken Sie auch in Richtung des umgekehrten Weges, dass man sozusagen in die Verteilungsstätten reingeht und da zumindest schon mal ein Angebot macht? Sie haben es ausgeführt. Sie werden mir die Frage auch nicht beantworten können, aber das Riesenproblem dürfte hier natürlich tatsächlich die Traumatabewältigung sein. Da stellt sich eben die Frage: Was passiert, wenn man die Kinder in einer regulären Kita hat und dann etwas ausbricht? Das ist in der Tat eine sehr herausfordernde Situation.
