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Dr. Michael Preusch

CDU 03.02.2022 Sitzungen 17/28

Frau Wolle, die Wissenschaft hat sich gewandelt. Sie ist Gott sei Dank frei. Das muss man noch einmal betonen. (Lachen bei Abgeordneten der AfD – Abg. Carola Wolle AfD: Die Wahrheit setzt sich durch!) Jeder kann forschen, was er möchte. Aber die Thesen müssen sozusagen der Meinung des eigenen Fachgremiums widerstehen. Dazu gehört, dass man sie der internationalen Öffentlichkeit präsentiert. (Abg. Anton Baron AfD: Schauen Sie mal in den Pressespiegel!) Wenn man gute Daten hat, geht die These durch. So hat sich übrigens die Medizin, haben sich aber auch viele andere Fachbereiche weiterentwickelt. Deswegen ist man gut beraten, Thesen, die man aufstellt, auch zu untermauern und Forderungen, die man erhebt – da beziehe ich mich auf eine Studie bzw. die Erweiterung der Sektionen –, auch auf Praktikabilität zu prüfen. Sie sollten wissen: Bei einer Erweiterung der Obduktion ist es nicht damit getan, ein paar Metalltische, ein paar Messerblocks und ein Mikroskop zu kaufen. Das Thema ist sehr komplex. Es bedarf der fachlichen Expertise. Ich glaube, dass in diesem Bereich ganz gut gearbeitet wird. Ich darf noch einmal zurückführen: Da muss man sich halt um die Fachjournals und die Fachgesellschaften bemühen. Sie verwenden, glaube ich, immer wieder gern die Story vom Geisterfahrer. Wenn sozusagen ein Haufen Wissenschaftler nicht meiner Meinung ist, dann mag das so sein. Wenn ich meine Thesen belegen kann, ist das gut. Dann wird meine These irgendwann auch durchgehen. (Zuruf der Abg. Carola Wolle AfD) Aber wenn ich meine Thesen in der wissenschaftlichen Community nicht fußen lassen kann, (Abg. Daniel Andreas Lede Abal GRÜNE: Dann gibt es immer noch Telegram!) dann, muss ich ehrlich sagen, wird dieser Weg der falsche sein. (Beifall bei der CDU, den Grünen, der SPD und der FDP/DVP) ode – 28. Sitzung – Donnerstag, 3. Februar 2022

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