Willi Stächele
Ich bin beim letzten, langen Satz. – Darüber hinaus gibt es für uns Baden-Württemberger noch eine spezielle Aufgabe. Uns bedrückt, dass das traditionelle Verhältnis zwischen Baden-Württemberg und Ungarn belastet wird. Wir haben dort eine Universität, die wir gepflegt haben. Ich frage, warum wir nicht in den Dialog mit Ungarn gehen. Wir können nicht sagen, wir grenzen uns ab, wir lassen den Außenminister am Flugplatz außen vor, sondern wir müssen uns gemeinsam überlegen, ob wir gegenüber Ungarn eide – 18. Sitzung – Mittwoch, 10. November 2021 ne Verpflichtung haben, auch wenn die Argumente erst einmal hart mit dem Außenminister, mit zuständigen Leuten aus Ungarn oder gar der Bevölkerung, in der Universität vor Ort oder mit Nichtregierungsorganisationen ausgetauscht werden müssen. Wir müssen über dieses Thema im Sinne dessen sprechen, was wir als Geschichtsverpflichtung gern auf uns genommen haben, nämlich das Verhältnis zwischen Ungarn und Baden-Württemberg. Das Gleiche gilt übrigens für Polen. Der Kollege Drexler war sehr engagiert beim Thema Polen. Ich wollte einfach sagen: Man kann auch im Landtag Europapolitik spannend machen. Ich rufe dazu auf. Danke. (Beifall bei der CDU sowie Abgeordneten der Grü- nen und der SPD)
