Michael Joukov-Schwelling
Vielen Dank, Herr Minister. – Zu diesem Themenbereich ist sehr viel – ich sage es mal so – gefährliches Halbwissen im Umlauf. Könnten Sie vielleicht dafür sorgen, dass genau diese Erkenntnisse der Feuerwehr, die auch in der Feuerwehrschule vermittelt werden, den Abgeordneten zur Verfügung gestellt werden? Sie können daraus vielleicht etwas lernen, anstatt zu meinen, schlauer zu sein als die Feuerwehrleute, nur weil sie ein paar Statistiken gelesen haben. Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Thomas Strobl: Herr Abgeordneter, ich habe vor diesem Hohen Haus schon öfter darauf hingewiesen, dass elektrisch betriebene Fahrzeuge nicht häufiger brennen als Fahrzeuge, die mit einem Verbrennermotor betrieben werden. (Abg. Udo Stein AfD: Sie sind aber schwerer zu lö- schen!) Ich habe soeben darauf hingewiesen, dass jede Gemeindefeuerwehr auch ein E-Fahrzeug löschen kann. Es wird zwar mehr Wasser benötigt, es braucht mehr Zeit, aber das ist kein Ding der Unmöglichkeit. Natürlich, je mehr E-Fahrzeuge auf den Straßen sind, umso mehr E-Fahrzeuge werden in Unfälle verwickelt sein, werden unter Umständen auch brennen und gelöscht werden müssen. Die Feuerwehr wird hierzu neue Erkenntnisse gewinnen. Es gibt dabei Besonderheiten; so weiß man jetzt, dass in der Batterie beim Löschen bzw. nach dem Löschen sogenannte Nachzündungen stattfinden können und dergleichen mehr. Aber ich verstehe Ihre Frage dahin gehend, dass ganz offenkundig von interessierter Seite gewisse Vorbehalte gegen elektrisch betriebene Fahrzeuge geschürt werden sollen. Hier kann ich nur noch einmal den klaren Hinweis geben, dass dies jedenfalls aus der Sicht der Feuerwehren, aus der Sicht des Brandschutzes nicht gerechtfertigt ist. E-Fahrzeuge können von unseren Gemeindefeuerwehren genauso gelöscht werden wie Fahrzeuge, die mit einem Verbrennungsmotor betrieben werden. Wie gesagt, es dauert etwas länger, weil insbesondere die Batterie eines etwas längeren Löschvorgangs bedarf, es ist eine höhere Wassermenge vorzusehen und dergleichen mehr. Aber es gibt keinen Grund dafür, Ängste gegenüber elektrisch betriebenen Fahrzeugen unter dem Gesichtspunkt des Brandschutzes zu schüren. Selbstverständlich stellen wir dem Parlament alle diesbezüglichen Erkenntnisse, die wir bei der Landesfeuerwehrschule haben, gern zur Verfügung. (Zuruf: Vielen Dank!) – Gern.
