Silke Gericke
Herr Minister, vielen Dank für die Einführung. – Wie machen das denn andere Bundesländer? Sind wir hier die Speerspitze des Fortschritts? Kann man sich vielleicht auch bei anderen Bundesländern etwas abschauen, wie sie die Digitalisierung oder die Datennutzung vorantreiben? Minister für Verkehr Winfried Hermann: Vielen Dank. – Wir machen da einiges. Wir laufen nicht hinterher. Aber ich glaube, ich würde übermäßig angeben, wenn ich sagen würde, wir wären da die Speerspitze. In Hessen z. B. gibt es ein House of Logistics & Mobility – das ist beeindruckend –, ein riesengroßes Haus am Flughafen in Frankfurt, in dem innovative Abteilungen von Unternehmen und die Mobilitätszentrale Hessen untergebracht sind. Dort finden vor Ort auch öffentliche Diskussionen über die Zukunft von Mobilität statt, z. B. zu den Fragen: Wie kann sich der öffentliche Verkehr weiterentwickeln? Wie kann Verkehrssteuerung weiterentwickelt werden? Ehrlich gesagt: So etwas hätte ich auch ganz gern. Aber ich glaube, in diesen Zeiten wird es nicht möglich sein, so ein schönes Haus zu bauen. Das zeigt schon, dass man noch mehr machen kann, als wir machen. Wir machen jetzt mal diese Zentrale mit vielen Funktionen. Die wird auch an dem Ort bleiben, wo sie heute ist. Sie befindet sich, grob gesagt, am Pragsattel. Wir haben da auch Möglichkeiten zur Erweiterung. Dort sitzt übrigens auch die Einheit, die der Bund bzw. die Autobahngesellschaft betreibt. Wir waren da bisher zusammen. Jetzt wird diese aufgelöst, aber vertraglich arbeiten wir noch einige Jahre zusammen, damit wir möglichst hohe Synergieeffekte erzielen und wir durch den Bruch nicht die wenigen Daten, die wir haben, auch noch verlieren.
