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Thomas Dörflinger

CDU 21.07.2021 Sitzungen 17/10

Herr Minister, können Sie noch konkretisieren, was das MLR bisher unternommen hat, um die Bioökonomie gerade in der praktischen Anwendung zu unterstützen? Vielen Dank. Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk: Vielen Dank, Herr Kollege Dörflinger, für die Frage. – Wir haben zunächst einmal versucht, speziell im MLR eine Plattform für bioökonomische Fragen in der landwirtschaftlichen Produktion zu bilden. Das greift natürlich sektoral immer ein bisschen über. Ich habe versucht, das am Thema Biogas deutlich zu machen. Da kommt man schnell in das Thema Energiewirtschaft hinein. Das ist klar, ist aber halt so. Das eine ist das Thema Plattform. Unternehmen brauchen kompetente Ansprechpartner, die fach- und sachkundig sind, damit sie wissen, an wen sie sich wenden können. Weiter brauchen sie Partner, die ihnen unter die Arme greifen. Das Erste ist also das Thema Ansprechpartner. Das zweite Thema ist das der Netzwerke. Ich glaube deshalb, ganz entscheidend ist die Netzwerkbildung. Es geht letztlich darum, Netzwerke zusammenzuspannen, weil sich allein dadurch Synergieeffekte ergeben. (Minister Peter Hauk) Beispielsweise ist es gelungen – einfach dadurch, dass der EU-Umweltkommissar vor 14 Tagen hier im Land war und auf unsere Initiative hin diese Firma besucht hat –, für ein Unternehmen aus Nordbaden, das Proteine aus Insekten für die Fütterung herstellt, einen Standort zu organisieren und an dem Standort auch weitere Netzwerke zu haben, die bei der Produktion dieser Proteine hilfreich sind. Ich glaube, es ist ganz entscheidend, dass solche Plattformen da sind, um Netzwerke bilden zu können. Das Dritte ist das Thema Förderung. In vielen Fällen braucht es eben eine Anschubfinanzierung, weil die Grundlagenforschung quasi in die Umsetzungsphase geht. Da muss man ein bisschen nachhelfen. Aber das ist auch kein Wunder. Das musste man damals beim Ottomotor oder beim Dieselmotor vermutlich auch. Das waren ja auch keine Selbstläufer. Insofern macht es durchaus Sinn, dass wir versuchen, diese Unternehmungen entsprechend zu unterstützen, damit sich daraus Selbstläufer entwickeln und dieser Pfad einer regenerativen Kohlenstoffwirtschaft auch technologisch beschritten werden kann.

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