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Niklas Nüssle

GRÜNE 01.07.2021 Sitzungen 17/8

Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Minister, ich würde gern nachfragen: Wie bewertet das Land den Umstieg auf die KISS-Züge im Jahr 2022? Wird es dann wirklich die Zusatzangebote für die Fahrradmitnahme auf der Gäubahn geben? Minister für Verkehr Winfried Hermann: Grundsätzlich – das habe ich, glaube ich, schon angedeutet – sind wir froh, wenn wir Züge mit besserer und verlässlicherer Technik bekommen. Wir schätzen es so ein, dass die KISS-Züge von Stadler besser sind als die Talent-Züge von Bombardier. Was die Fahrradmitnahme anlangt, ist allerdings keine Verbesserung in Sicht. Wir haben heute neun Plätze, in Zukunft werden es acht Plätze sein. Das ist sowieso zu wenig. Neun sind zu wenig, genauso wie acht zu wenig sein werden. Aber ich habe darauf hingewiesen: Diese Züge sind halt nicht für die Fahrradmitnahme gebaut. Das können wir kurzfristig auch nicht ändern. Das könnte eigentlich nur die Deutsche Bahn ändern, wenn sie bei Bestellungen sagt: „Wir wollen Züge, die in einem bestimmten Bereich gemischte Abteile vorsehen, die eine Größe haben, dass man genügend Fahrräder mitnehmen kann.“ Das Problem ist allerdings, dass man das Problem mit den Fahrrädern nur zu Stoßzeiten hat und das restliche Jahr eben nicht. Dann wären es Sitze, die nicht vorhanden sind und mit denen man kein Geschäft macht. Aus diesem Grund haben wir, das Land, jetzt Fahrradzüge eingesetzt, und zwar einen Zug am Samstagmorgen, der abends auch wieder zurückfährt, und zwei Züge am Sonntag, die um kurz nach 7 Uhr bzw. um 8:30 Uhr und abends zu akzeptablen Rückfahrzeiten fahren. Das ist, glaube ich, wirklich die bessere Alternative. Ich kann sagen, dass wir, das Land, uns natürlich auch Gedanken darüber machen, wie wir dies langfristig verbessern können, weil der Bedarf und das Interesse, an den Bodensee und in andere schöne Regionen zu fahren, um dort eine Fahrradtour zu machen, wächst. Deswegen machen wir demnächst eine Sonderausschreibung für Züge zu Fußballspielen und anderen besonderen Aktivitäten. Dabei achten wir auch darauf, dass es einen hohen Anteil von Fahrradmitnahmemöglichkeiten gibt, sodass wir solche Züge zukünftig auf der Gäubahn, aber vielleicht auch auf anderen Strecken wie nach Ulm oder im Filstal – in verschiedenen Richtungen – einsetzen können.

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