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Theresa Gröninger

CDU 17.03.2026 Sitzungen 21/34

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste hier vor Ort und an den Bildschirmen! In Ihrem Bullen-Bingo, BÜNDNIS DEUTSCHLAND, fehlte nur noch „Bares ist Wahres“. Ich würde sagen, in der ÖVB-Arena ist Bares aktuell Rares. Schauen wir uns das an, dann bezahlen aktuell nur noch fünf bis zehn Prozent der Leute überhaupt mit Bargeld. Das bedeutet: Das, was Sie hier wollen, ist nichts, was der Bürger will, sondern es ist eine absolute Minderheit, die jeder Besucher einer Veranstaltung teuer bezahlt. Warum bezahlt es jeder? Wir alle wissen, Bargeld hat irgendwie nicht nur die Kosten von Geld, sondern es muss auch in eine Kasse geführt werden, es muss getauscht werden, es muss wieder zurückgeführt werden, es muss gezählt werden. Es dauert unfassbar viel Zeit. Wir alle wissen – –. Also ich meine, sogar die Bürgerschaft hat Kartenzahlung eingeführt. Das heißt, bei der Bürgerschaft halten wir unser Handy drauf: zack, bezahlt! Wir müssen kein Wechselgeld mehr rein- und rausgeben, das spart Zeit, man kommt am Ende schneller zu seiner heißen Milch. (Abgeordneter Piet Leidreiter [BÜNDNIS DEUTSCHLAND]: Aber wir können auch noch bar bezahlen! Das ist der Unterschied!) Es ist ein relevanter Faktor, und wenn wir uns das dann ansehen, BÜNDNIS DEUTSCHLAND, dann ist das etwas, was viele Veranstaltungsorte in ganz Deutschland schon entschieden haben. Veranstaltungsorte sind zum Beispiel die LANXESSarena in Köln, sind die Uber Arena in Berlin oder die Barclays Arena in Hamburg, es sind aber auch, und das hat Herr Stahmann schon gesagt, diverse Fußballstadien, und da gibt es keine Beschwerden, sondern am Ende freuen sich mehr Leute darüber, dass sie schneller zu ihrer heißen Milch kommen, dass sie die Möglichkeit haben, nicht so viel Geld aus den Taschen kramen zu müssen, und am Ende sinken die Kosten, weil die Kosten für das Bargeldhandling entfallen. Also gewinnen am Ende alle und insbesondere die 95 Prozent der Leute, die sich sowieso schon entschieden haben, ohne Bargeld zu zahlen. (Beifall CDU, FDP) Ich habe ein Zitat mitgebracht. Ich habe mir einmal angesehen, Herr Schellenberg, was Sie am 9. September 2025 in der 27. Sitzung der gezeigt, dass kommunale Betriebe gern Personal aufblähen, aber kaum effizienter werden. Effizientes Wirtschaften würde also nicht nur an den Eigenheiten der Verwaltung, sondern auch an den Interventionen der Bremer Politik scheitern, die bundesweit für ihren Klientelismus berüchtigt ist.“ Die einzige Partei, die ich hier sehe, die hier Klientelpolitik machen will, das sind ehrlich gesagt Sie (Beifall CDU) für die fünf Prozent, die da noch mit Bargeld bezahlen. (Zurufe – Abgeordneter Piet Leidreiter [BÜNDNIS DEUTSCHLAND]: Das ist keine Klientel, das sind Bürger!) Wenn ich mir das auch anschaue, dann ist das etwas, was es effizienter macht: Es macht die Abläufe einfacher, es macht eine Umsatzsteuerung einfacher, es macht am Ende die Buchhaltung einfacher. Es muss niemand mehr am Ende einer Veranstaltung mit sehr viel Bargeld in der Tasche durch einen Raum voller Menschen laufen. Das bedeutet, es macht am Ende auch die Arbeit der Mitarbeitenden sicherer. Das heißt, die Einzigen, die sich hier wirklich dem Fortschritt auf Veranstaltungen verweigern, auf dieser lokal begrenzten Ebene ÖVB-Arena – und das ist es, worüber wir hier reden –, die, die sich dagegen aussprechen, sind am Ende Sie. Das ist dann auch das, was schädlich ist und was wenig effizient ist, wenn der Senat hier schon den Vorschlag macht. (Beifall CDU) Ich war am Sonntag im Stadion, und auch, wenn ich mir einen anderen Ausgang des Spiels gewünscht hätte, ist es da kein Problem mehr, mit Karte zu zahlen. Es wird weit im Voraus angekündigt, die Menschen stellen sich darauf ein, wenn sie sich ein Ticket kaufen, wissen, dass das auf sie zukommt, dementsprechend sind die Probleme klein. Wir haben hier sogar noch eine Übergangsfrist, sodass sich alle daran gewöhnen können, und ich gehe davon aus, dass auch bei der nächsten Musikschau der Nationen das Zahlen mit Karte kein Problem sein wird. (Abgeordneter Thore Schäck [FDP]: Wir bekommen das hin! Wir schaffen das!) Dementsprechend ist das, was Sie hier tun, eine Scheindebatte, mit der Sie versuchen, die Zeitmaschine anzuwerfen und sich in die Vergangenheit zurückzubeamen. Das gehen wir heute nicht mit, deswegen werden wir diesen Antrag nicht unterstützen. (Beifall CDU, FDP)

Alle Reden von Theresa Gröninger Protokoll (PDF) ↗