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Volker Stahmann

SPD 17.09.2024 Sitzungen 21/17

Wir haben eine Ausbaustufe Hansalinie 1, die uralt ist. Wir sind jetzt dabei, Hansalinie 3 und 4 neu zu planen, und da will ich einmal sagen aus der Debatte, die zehn Jahre alt ist: Seit zehn Jahren gibt es Beschwerden der Betriebsräte, der Belegschaften zusammen mit der IG Metall, gibt es Anrufe bei der BSAG: Wir müssen die Fahrtzeiten anpassen. Wenn sich die Taktzeiten bei Mercedes ändern, ändern sich die Produktionszeiten im Gewerbepark Hansalinie. Wir haben zwei Busse am Vormittag und zwei Busse am Nachmittag. Wir haben in der Coronakrise die Takte auseinandergezogen, damit sich die Frühschicht und die Spätschicht nicht begegnen, und die Menschen kamen nicht zur Arbeit, weil sie kein Auto haben. Wir haben aber zwei Fahrradbrücken über die Autobahn von der Arberger Heerstraße, und da fahren die Linien 41 und, und es ist eine Begehrlichkeit, zu sagen: Bekommen wir nicht einen Radverkehr von den Linien 41 und 42? – Die meisten Kontraktlogistiker wären froh, wenn sie die Linien benutzen können, weil sie den Hemelinger Bahnhof und den Mahndorfer Bahnhof anfahren. (Abgeordnete Dr. Henrike Müller [Bündnis 90/Die Grünen]: Ja!) Also ist doch die Idee: Wie bekommen wir einen kurzen Weg? Ein Lob an das Amt für Straßen und Verkehr! Diese Frage haben wir vor, ich weiß nicht, zwei Jahren mit dem ASV besprochen und haben gesagt: Jetzt schaut euch doch einmal den Weg an, Koppelweg heißt er. Und was ist das Ergebnis? Das Ergebnis ist, dass der Koppelweg seit einem Jahr wunderbar beleuchtet ist, weil das Amt für Straßen und Verkehr das umgesetzt hat. Das muss man ja an der Stelle auch einmal lobend erwähnen. (Beifall SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE) Es gibt eine Stelle, die nicht beleuchtet ist, das ist vielleicht ein bisschen witzig, das ist die korrekte Brücke über der Autobahn, denn die gehört nicht dem ASV, sondern der Autobahn GmbH. Da fahren aber Gott sei Dank Autos, sodass man da auch fahren kann. Also das ist schon etwas, was wir an der Stelle machen wollen. Herr Voigt, Sie brauchen sich bei diesem Punkt der Kosten nicht zu enthalten. Wir haben das hineingeschrieben, weil es ein lebendes Beispiel gibt, wie es nämlich funktioniert: Es gibt eine Fahrradstation zwischen dem Achimer Bahnhof und Amazon, und zwar mit Betriebsfahrrädern, die die verschiedenen Betriebe in Achim auch bezahlen und einen Beitrag dazu leisten, damit die Leute von Achim – –. Die haben nämlich das gleiche Problem: Die haben bei Amazon auch eine Belegschaft, die keinen Führerschein hat und sich im Wesentlichen kein Auto leisten kann, und da gibt es eine Kooperation, eine Bikestation – auch das würde ich mir wünschen –, nämlich von der Haltestelle Stackkamp, von der Linie 41 bis ins Gewerbegebiet. Die Brücke kommt direkt auf die Bordeaux-Straße ganz konkret neben der Firma Seifert Logistics an. Auch das wäre eine echte Erleichterung. Es geht gar nicht darum, Autos da herauszubringen, es geht darum, verschiedene Möglichkeiten zu schaffen, um zur Arbeit zu kommen, und zwar im Sommer wie im Winter. Dazu gehört unter anderem auch, dass man, wenn die Taktzeiten und die Schichtzeiten im Gewerbegebiet geändert werden – und das machen dann meistens alle Firmen parallel –, über einen kurzen Anruf bei der BSAG sagen kann, Leute, ihr müsst das anpassen. Wir haben einen einzigen Bus am Sonntag, der fährt um 21:38 Uhr. Warum? Weil die Nachtschicht bei Mercedes sonntags anfängt! Die fangen die Fünftagewoche mit der Dauernachtschicht am Sonntagabend an, also müssen alle Kontraktlogistiker auch am Sonntagabend anfangen. Wenn sie die Nachtschicht zwei Stunden vorziehen, kommen die Beschäftigten im Gewerbepark Hansalinie nicht mehr zur Arbeit. Darum geht es! Es geht nur um Erreichbarkeit, (Beifall SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE) und es geht darum, dass auch wir von der Politik uns einfach verschiedene Möglichkeiten anschauen. Warum sollen wir nicht – und ich glaube, dass die Unternehmen dazu bereit sind, denn in der Studie ist ja auch mit den Unternehmen gesprochen worden – Fahrradverkehr/Fahrradstationen machen? Warum soll das nicht funktionieren, wenn das in Achim funktioniert? Das sind Firmenfahrräder. Das heißt, ich kann mit meiner Firmenkarte ein Fahrrad freischalten. Wenn ich der Firma nicht angehöre, kann ich ein Amazon-Fahrrad nicht fahren. Super Idee! Warum soll das nicht gehen mit der Linie 41? (Beifall SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE) Warum kann man von der Straßenbahn nicht einmal darüber nachdenken, ob wir einen On-demand-Bus einsetzen? Warum soll man da nicht überlegen? (Zuruf Abgeordneter Michael Jonitz [CDU]) Man kann jetzt natürlich von der BSAG alle Takte fordern und sagen: Ihr müsst da Tag und Nacht im Zehnminutentakt fahren. Jetzt wird der Staatsrat gleich sagen, das ist nicht finanzierbar, und ehrlich gesagt glaube ich das auch nicht. Das ist alles in Ordnung so, das muss auch nicht sein. Es muss nach Bedarf – –. Es muss schnell umgestellt werden, es müssen zusätzliche Möglichkeiten geschaffen werden über die Fahrradbrücken, die wir heute haben, es muss geschaut werden, bekommen wir Fahrradkäfige dahin, dass sie die Fahrräder nutzen können, und wir brauchen, wenn es schnelle Änderungen gibt, einen On-demand-Bus oder eine Anpassung der normalen ÖPNV-Linien. – Herzlichen Dank! (Beifall SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE)

Alle Reden von Volker Stahmann Protokoll (PDF) ↗