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Ole Humpich

FDP 18.03.2026 Sitzungen 21/32

5 Minuten, 36 Sekunden. Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Lassen Sie mich abschließend, bevor die Staatsrätin sich auch noch zu diesem sehr eng geschnürten Kulturhaushalt äußert, zu dieser Debatte ein paar Worte verlieren. Ich bin ähnlich wie der Kollege Rohmeyer der Kollegin Wargalla dankbar für die wirklich sehr ehrlichen Worte, was den Haushalt angeht. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Kolleginnen und Kollegen in anderen Deputationssitzungen sitzen, wenn uns Akteure aus Kunst und Kultur besuchen und uns zu Recht ihr Leid klagen. Schauen wir kurz auf die Bürgerhäuser: Die 300 000 Euro mehr wurden schon kurz erwähnt. Mit diesen 300 000 Euro können die Bürgerhäuser, wenn überhaupt, ihre aktuellen Kosten decken, aber nicht dafür sorgen, dass neue Programme in den Stadtteilen aufgelegt werden, eher weniger. Das hier als das große Loblied hinzustellen, ist schon ein wenig, sagen wir, traurig, meine Damen und Herren. Kommen wir in einen Bereich, wo wir aus unserer Sicht sehr gerne hätten einsparen können und der auch die Kunst- und Kulturszene im letzten Jahr tief gespalten hat. Das sind die Bremer Philharmoniker. Ein Orchester, was sicherlich gut ist, ein tolles Orchester, wichtig für die Stadt, aber man muss ehrlicherweise sagen, dass die Sparanstrengungen, die uns der Senat angekündigt hat, auch seitens der Philharmoniker bisher nicht eingetroffen sind und aus unserer Sicht so auch nicht eintreffen werden. Wenn wir sehen, dass das Erste, was die Bremer Philharmoniker machen, ist, dass eine neue Straßenbahn durch die Stadt fährt, die für viel Geld angemietet wird, mit Werbung drauf, dass neue Plakatkampagnen in der Stadt gespielt werden, muss man sich ehrlicherweise schon fragen, ob das wirklich das richtige Zeichen in die Kunst- und Kulturszene ist, hier auch noch für Aufwüchse in der institutionellen Förderung zu sorgen. Auch die Heimat der Bremer Philharmoniker ist durchaus ein großer Kritikpunkt, den wir als FDP immer wieder ansprechen. Es ist das so hoch gelobte und so geliebte Tabakquartier der Staatsrätin. Für uns als FDPFraktion ist klar: Dieses Tabakquartier, dort muss im Zentrum für Künste das Licht ausgehen, wie es so häufig jetzt auch schon ist, denn dort an dieser Stelle ist sehr, sehr wenig los, auch in den Ateliers, die dort auch immer so hoch gelobt werden, meine Damen und Herren. (Beifall FDP) All das entsteht dadurch, dass man in dieser Stadt keine Strategie hat. Man hat keine Kulturstrategie. Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll. Die Kunst- und Kulturszene selbst weiß nicht, wie es weitergeht und appelliert immer und immer wieder an das Ressort, dass sie endlich wissen wollen, was denn eigentlich die Strategie des Ressorts ist. Die Antwort ist: „Schauen wir mal, gucken wir, wie es weitergeht. Wir haben eine Struktur, eine Strategie, die schreiben wir aber erst mal nicht weiter.“ Für uns ist klar, dass es die Etablierten braucht. Es braucht aber auch die freie Szene. Ohne geht beides nicht. Dort müssen dann irgendwann auch Einsparungen stattfinden, damit wir die anderen weiter am Leben erhalten. Meine Damen und Herren, beide Szenen sind uns wichtig. Wir müssen nur schauen, wie wir damit weiter verfahren und auch den Senat und das Ressort immer wieder dazu mahnen, dass wir uns auf die Kernaufgaben konzentrieren müssen. Wir brauchen nicht über das neue Sparbuch am Marktplatz zu sprechen, aber dieses Sparbuch wird irgendwann aufgebraucht sein, und spätestens im nächsten Jahr werden wir aus diesem so hoch gelobten Stadtmusikantenhaus, was zur kurzfristigen Aktivierung der Innenstadt, für die kurzfristige Belebung der Innenstadt sorgen sollte – –. Ich kann heute nicht sehen, dass das Stadtmusikantenhaus dazu kurzfristig irgendetwas beigetragen hat. Kurzfristig bedeutet für uns als Fraktion innerhalb eines Jahres, aber davon sind wir aktuell Lichtjahre entfernt. Damit wird man in den nächsten Jahren die Bremer Philharmoniker eben nicht retten können und auch andere Dinge nicht retten können. Also sorgen Sie dafür, dass Sie einen fundiert aufgestellten Haushalt haben für die freie Szene, für die etablierte Szene, und sorgen Sie dafür, dass Sie endlich anfangen, eine Strategie zu schreiben! – Vielen Dank! (Beifall FDP) Weitere Wortmeldungen aus den Reihen der

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