Martin Michalik
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste! Ich finde diese Aktuelle Stunde spannend und entlarvend, vor allem seit gestern, aber dazu komme ich später. Es ist richtig, dass die Wetterdienste und Behörden immer wieder auf die Gefahren von Hitze und Extremwetter hinweisen. Das eigentliche Problem, das wir in Bremen haben – wir haben zum Beispiel den Hitzeaktionsplan seit dem letzten Jahr –, ist, dass ich mich ständig frage: Wo sind denn jetzt die neuen Schattenplätze, wo sind die hitzeresistenten Stadtstrukturen, wo sind die Trinkwasserbrunnen, die Krisenmanager und so weiter und so weiter? Wir hören einfach immer wieder viele Ankündigungen und Strategien, aber die reelle Umsetzung, die gibt es irgendwie nicht. (Beifall CDU) Herr Saxe, ich kann Ihnen sagen, ich musste vor allem in diesem Jahr feststellen, dass der Senat Bovenschulte insgesamt gar kein Interesse an Klimazielen oder irgendein Interesse an der Erhebung von Daten hat. Seit gestern muss ich Ihnen sagen – Sie sprachen vorhin so schön über grüne Infrastruktur –, gerade der Senat Bovenschulte ist der Senat, der die grüne Infrastruktur in Bremen zerschlägt. Wenn Sie schauen: Wir haben den Busbahnhof, da sehe ich kein Grün, gestern sprach die Wirtschaftssenatorin über die Galopprennbahn, die jetzt auch schön versiegelt werden muss. (Zuruf Abgeordneter Ralph Saxe [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Ja, man sprach von 30 Hektar direkt neben Hochhäusern. Noch mehr Hochhäuser, das ist Ihr Ziel. Damit zerstören Sie Retentionsflächen, Sie zerstören die Abkühlung, Sie zerstören Grün. Sie können sich ja noch nicht mal bei der Horner Spitze durchsetzen. (Abgeordneter Ralph Saxe [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Mal abwarten.) Herr Saxe, in dieser Frage sind die Grünen in Bremen absolut unglaubwürdig, deswegen beende ich auch meinen Redebeitrag. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall CDU)
