Dr. Wiebke Winter
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin der FDP tatsächlich sehr dankbar, dass sie das Thema heute auf die Tagesordnung gebracht hat, denn es ist aus meiner Sicht ein Thema, was viel zu häufig im Schatten behandelt wird. Ich bin dankbar, dass wir heute ein Licht darauf werfen, denn die Realität, wie sie in Krankenhäusern und Arztpraxen ist, wie sie insbesondere in der Notaufnahme ist, ist eine, die wir sicherlich an verschiedenen Stellen mal besprechen, aber von der ich es auch für sehr relevant und wichtig halte, dass wir sie hier einmal besprechen. Von daher herzlichen Dank dafür! (Beifall CDU) Für uns als CDU-Fraktion ist ganz klar, dass wir eine würdige, eine gute, eine effiziente Medizin nur dann bereitstellen können, wenn sich alle Leistungsakteure im Krankenhaus, in den Arztpraxen dabei wohlfühlen. Deswegen ist es unsere Aufgabe und unsere Pflicht, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im medizinischen Bereich besser vor Aggressionen und Gewalt zu schützen und dieser präventiv zu begegnen. Denn nur dort, wo sich Menschen sicher fühlen, können sie sich gemeinsam um das Wohlergehen und die Gesundheit unserer Gesellschaft kümmern. (Beifall CDU) Ich finde, dass wir diese Debatte auch mit einer großen Ernsthaftigkeit führen müssen. Herr Leidreiter, ganz ehrlich, ich finde es ein bisschen abwegig, wenn Sie an dieser Stelle darauf hinweisen wollen, dass wir dieser Gewalt mit mehr Abschiebungen begegnen können. Das ist aus meiner Sicht völlig falsch, denn Sie sehen vor allen Dingen die andere Seite der Medaille nicht, (Abgeordneter Jan Timke [BÜNDNIS DEUTSCHLAND]: Von den Tätern! – Unruhe BÜNDNIS DEUTSCHLAND, FDP) nämlich, dass unser Gesundheitsbereich kaum noch funktionieren würde, wenn wir nicht all diese Menschen hätten, die übrigens auch nach 2015 in unser Land gekommen sind und jeden Tag dafür arbeiten, dass Menschen in Deutschland gesund sein können, meine Damen und Herren. (Beifall CDU, FDP)
