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Corrado Gursch

CDU 17.06.2026 Sitzungen 8/34

Nein, danke. – Wie wollen Sie verhindern, dass wir erneut in gefährliche Abhängigkeit geraten? Wie wollen Sie die Energieversorgung unseres Industriestandortes sichern? Wie wollen Sie Brandenburg widerstandsfähiger gegen Krisen auf den internationalen Energiemärkten machen? Auf all diese Fragen bleibt Ihr Antrag die Antwort schuldig. Wir brauchen eine Energiepolitik, die auf mehreren starken Säulen steht: bezahlbare Energie, sichere Energie und möglichst heimische Energie. Dazu gehören moderne Kraftwerke, leistungsfähige Netze und Speicher, erneuerbare Energien genauso wie neue Technologien (Dennis Hohloch [AfD]: Zum Beispiel?) sowie Technologieoffenheit statt ideologischer Scheuklappen. Mein Kollege hat es schon erwähnt: Sie propagieren immer wieder die berühmten Atomkraftwerke, sagen aber nie, was dann damit zusammenhängt. (Lars Hünich [AfD]: Kernkraft! Kernkraft! Lernen Sie es doch mal!) Die CDU hat immer gesagt: Klimaschutz darf nicht gegen Wirtschaft und Arbeitsplätze durchgesetzt werden. Aber genauso wenig dürfen wir wirtschaftliche Vernunft gegen Versorgungssicherheit ausspielen. (Beifall CDU sowie vereinzelt SPD) Die AfD tut so, als könnte man die Entwicklung der letzten Jahre einfach zurückdrehen. Das ist keine Strategie; das ist der Blick in den Rückspiegel, während die Herausforderungen vor uns liegen. Meine Damen und Herren, Energiepolitik ist heute längst mehr als Umweltpolitik. Sie ist Wirtschafts-, Sicherheits- und Standortpolitik. Deshalb brauchen wir keine Rückkehr in alte Abhängigkeiten – wir brauchen mehr Eigenständigkeit, mehr Versorgungssicherheit und eine Energiepolitik, die unser Land stärker macht und unseren Wohlstand sichert. Der Antrag der AfD liefert hierauf aber keine Antworten. Deshalb werden wir ihn ablehnen. – Vielen Dank. (Beifall CDU und SPD)

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