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Gordon Hoffmann

17.06.2026 Sitzungen 8/34

Sehr geehrter Herr Vizepräsident! Sehr geehrte Frau Abgeordnete Augustin, ich möchte mich zunächst für diese Frage bedanken, weil sie mir die Gelegenheit gibt, neben den oft großen und schwergewichtigen Themen meines Hauses einmal ein Schlaglicht auf eine Behörde zu werfen, die ansonsten eher unscheinbar ist, aber eine sehr wichtige Arbeit leistet. Die Zentrale Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg wurde vor über 30 Jahren, 1994, eingerichtet, und ich würde jetzt sehr gern die Bedeutung und die 2026 23 Geschichte der Behörde sowie die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angemessen würdigen, aber das würde ein bisschen mit dem Hinweis in den geschäftsleitenden Äußerungen des Herrn Vizepräsidenten kollidieren. Heute ist die ZABB Teil eines weitverzweigten Netzwerkes auf regionaler und bundesweiter Ebene und arbeitet eng mit den örtlichen Adoptionsvermittlungsstellen, den zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter sowie verschiedenen Bundesbehörden zusammen. Zugleich ist sie die zentrale Anlaufstelle für internationale Adoptionsverfahren und Ansprechpartnerin für ausländische Adoptionsbehörden in Berlin und Brandenburg. Sie sprachen den Staatsvertrag an – ich weiß, dass Ihnen das Thema wahnsinnig wichtig ist, und bin Ihnen für Ihren kontinuierlichen Einsatz sehr dankbar –: Der Staatsvertrag über die Zentrale Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg wurde unterzeichnet, und der Landtag hat ihm mit Gesetz vom 18. Dezember 2025 zugestimmt. Nach Art. 9 des Staatsvertrages bedarf es der Ratifizierung, und am ersten Tag des auf den Austausch der Ratifikationsurkunden folgenden Monats tritt er in Kraft. Dies war am 1. Mai 2026 der Fall, und wir konnten das Inkrafttreten just in diesem Monat – also gerade erst – im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg bekannt machen. Damit ist das Verfahren vollständig abgeschlossen, und die ZABB verfügt nach einem intensiven Abstimmungsprozess zwischen Berlin und Brandenburg nun über eine novellierte tragfähige Grundlage für ihre weitere Arbeit. Diese Arbeit ist von großer Verantwortung geprägt. Deshalb möchte ich mich an der Stelle ausdrücklich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ZABB bedanken, weil kaum ein anderer staatlicher Eingriff so gravierend und unabänderbar in das Leben von Menschen wirkt wie eine Adoption. Genau deshalb besteht gerade auf politischer und administrativer Ebene hinter der praktischen Arbeit der ZABB, der freien Träger und der örtlichen Vermittlungsstellen – die in direktem Kontakt mit Kindern und Eltern stehen – ein besonders hoher Anspruch; da geht es um Entscheidungen mit sehr weitreichenden Folgen für Kinder, Eltern und ganze Lebenswege. Vor diesem Hintergrund freue ich mich, dass wir das Inkrafttreten jetzt bekannt machen konnten. – Vielen Dank für diese Anfrage. (Beifall CDU und SPD)

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