Frank Bommert
Herr John, erst einmal vielen Dank, dass Sie mir zutrauen, meinen Betrieb auf Rüstung umzustellen. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich würde gern für diesen Bereich arbeiten. Ich war einmal bei Rheinmetall und habe mir dort angeguckt, wie man beschusshemmende Fenster für Lkw und ähnliche Sachen herstellt – eine total interessante Geschichte! Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich es gern machen, weil ich davon ausgehe, dass in diesem Bereich ein hoher Umsatz und ein hoher Gewinn zu erzielen sind. Aber ich glaube nicht, dass wir dafür ausgerüstet sind. Spaß beiseite! Ich sehe es so, dass in der Rüstungsindustrie natürlich etwas steckt. Ich wiederhole – ich habe es am Anfang meiner Rede gesagt –: Vieles aus dem militärischen Bereich, also aus der Rüstungsindustrie, kann in den zivilen Bereich übernommen werden. Wir sind keine Insel der Glückseligen. Es wird also nicht so sein, dass wir dabei nicht mitmachen werden. Deutschland hat eine Vergangenheit in Sachen Rüstungsindustrie und sollte in diesem Bereich auch eine Zukunft haben. Wie gesagt, es hängt ja viel mehr daran als die eigentliche Militärtechnik. Es ist wichtig, dass wir ein Land sind, das ein vernünftiges Militär hat, um sicher zu sein, dass andere Länder nicht auf die Idee kommen, uns anzugreifen. Übrigens können wir mit dem, was wir entwickeln, auch andere unterstützen. Sehen wir es auch einmal so: Die Drohnenabwehr – wenn man es vor Ort macht – ermöglicht es auch, zivile Objekte zu schützen. Es kam schon zu Störungen des Luftverkehrs durch Drohnen, auch am BER. Ich will jetzt nicht sagen, dass das irgendwelche fremden Mächte waren. Es reicht schon aus, dass Spaßvögel eine Drohne nehmen und in den Flughafenbereich fliegen. Wir sollten wirklich vieles daransetzen, dass wir solche Drohnen vernünftig abwehren können. Dafür bin ich, und das unterstütze ich. (Beifall CDU und SPD)
