Dennis Hohloch
Erst einmal vielen Dank, Herr Minister, für die ausführliche Antwort. Das ist ein Qualitätssprung im Vergleich zu den letzten Sitzungen; das möchte ich einmal ganz deutlich sagen. Sie haben auf ein Problem aufmerksam gemacht, das ja grundsätzlich in unserem Bildungssystem in Brandenburg existiert: Wir haben viele junge Lehrer, vor allem junge Lehrerinnen, und junge Lehrerinnen bekommen oftmals Kinder und fallen aus. Das ist also nichts, was im Bildungsministerium nicht bekannt wäre. Und wenn an einer kleinen Grundschule zwei Lehrerinnen wegen Schwangerschaft längerfristig ausfallen, führt das im Durchschnitt – egal an welcher Schule – zu erheblichen Fehlzeiten und zu erheblichen Vertretungsbudgets. Wie stellt sich denn die Situation insgesamt an vergleichbaren Grundschulen im Landkreis Dahme-Spreewald dar? Das können Sie gern schriftlich beantworten, aber das würde mich natürlich interessieren. Ist die Lioba- Grundschule ein Einzelfall, oder ist das ein strukturell verankertes Problem, wie man so schön sagt? Wenn das so ist, wäre die Frage, ob das Ministerium auch langfristige Maßnahmen grundsätzlicher Natur vorsieht, zum Beispiel die bessere Ausstattung mit Wochenstundenzahlen über grundständig ausgebildete Lehrer. Zudem würde mich interessieren, seit wann diese Probleme bekannt sind. Sind sie erst jetzt durch die Veröffentlichung dieses Briefes bekannt geworden? Es klang für mich jetzt so, als wäre das alles schon vorher im Schulamt bekannt und seit Längerem geplant gewesen. Da würde mich der Zeitpunkt interessieren. Die letzte Frage, die ich habe, lautet: Wie sieht es jetzt mit Deutsch als Zweitsprache bzw. mit dem Förderunterricht aus? Kann er gewährleistet werden oder nicht? Sie haben ja gesagt, dass einige Förderprogramme reduziert wurden, um die Stunden umzuschichten und die Kontingentstundentafel zu gewährleisten. Findet jetzt überhaupt noch Förderunterricht an der Schule statt und, wenn ja, in welchem Ausmaß? – Danke.
