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Gordon Hoffmann

23.04.2026 Sitzungen 8/33

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Abgeordneter, das MBJS und die staatlichen Schulämter nehmen die Briefe von Eltern natürlich ernst, und natürlich wurde auch der Brief der Elternvertretung der Liuba-Grundschule Lübben ernst genommen. Das Schulamt und die Schulleiterin waren im engen Austausch mit der Schulelternsprecherin, und es gab nach dem Brief vom März, aus dem Sie hier zitieren, einen weiteren Briefwechsel, aus dem zunächst einmal zwei Dinge hervorgehen – erstens, dass das Schulamt tatsächlich vieles unternimmt und dabei ist, die Probleme nach und nach zu lösen; zweitens, dass dieses Bemühen von den Eltern auch wahrgenommen wird. Im Übrigen ist die Kommunikation zwischen dem Schulamt und der 26 Landtag Schulelternsprecherin sehr wertschätzend; von einem Brandbrief ist dort nicht die Rede. Jetzt aber zu Ihrer konkreten Frage: Es ist tatsächlich so; die Lage an der Liuba-Grundschule ist seit Beginn des Schuljahres 2025/2026 schwierig. Im ersten Schulhalbjahr sind 3,8 % des Unterrichts ersatzlos ausgefallen. 3,8 % klingen erst einmal nicht nach viel; der Prozentsatz ist für eine Grundschule aber tatsächlich sehr hoch. Das ist deutlich überdurchschnittlich. Woran liegt das? Es liegt daran, dass von den 19 Lehrkräften einige langfristig ausfallen – zwei aufgrund von Elternzeit, zwei aufgrund langfristiger Erkrankungen. Allein dadurch entstand ein drohender Ausfall von bzw. ein Bedarf an 91 Lehrerwochenstunden. Um das abzufedern, hat man Vertretungslehrkräfte beschäftigt. Es kommen auch noch welche dazu, sodass wir dann 70 dieser Lehrerwochenstunden über Vertretungslehrkräfte abdecken können. Die restlichen 21 Lehrerwochenstunden werden dann durch die Vertretungsreserve, durch die Kürzung von Teilungsstunden, durch die Kürzung beim Pool für gemeinsamen Unterricht und durch die Kürzung der Förderkurse für Einzugliedernde, also die sogenannte Zusatzausstattung, abgedeckt. Mir ist klar, dass das nicht befriedigend ist. Es ist weder für die Schule noch für die Eltern befriedigend, aber in dieser besonderen Situation hilft es, weil wir damit tatsächlich die Stundentafel abdecken können. Die Kolleginnen und Kollegen im staatlichen Schulamt arbeiten aber natürlich auch weiterhin mit Hochdruck daran, die Situation zu verbessern, und nutzen dafür auch weiterhin das Vertretungsbudget. Sie haben auch nach den langfristigen Maßnahmen gefragt. Um die Situation an der Schule auch in Zukunft zu verbessern und sie besser auf solche Lagen vorzubereiten, wurden der Schule für das kommende Schuljahr bereits drei frei besetzbare Stellen zur Verfügung gestellt, die im Gegensatz zu den befristeten Vertretungen mit einer dauerhaften Beschäftigungsperspektive untersetzt sind. Momentan wird gemeinsam mit der Schulleitung aktiv an der Besetzung dieser Stellen gearbeitet. Die Ausschreibungen sind bereits gelaufen, und das Ziel ist, eine wirklich dauerhaft bessere personelle Grundausstattung für das neue Schuljahr sicherzustellen, um kurzfristige Ausfälle schneller auffangen zu können. An dieser Stelle möchte ich noch einmal den Lehrerinnen und Lehrern vor Ort danken. Das ist ja etwas, das auch die Schulelternsprecherin in ihrem Schreiben deutlich gemacht hat: Die Situation ist natürlich auch für die Lehrkräfte keine gute Situation, aber sie arbeiten momentan nicht nur wahnsinnig engagiert, sondern sie leisten auch eine ganze Menge Mehrarbeit, und ich möchte ihnen dafür ganz herzlich danken. (Vereinzelt Beifall SPD sowie des Abgeordneten Steeven Bretz [CDU]) Zusammenfassend kann ich noch einmal sagen: Ja, die Situation an der Grundschule war ausgesprochen schwierig, und sie ist immer noch nicht perfekt, aber es wird gehandelt. Die vorhandenen Ressourcen werden gezielt genutzt, und wir tun alles dafür, eine dauerhafte Verbesserung hinzubekommen.

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