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Daniela Oeynhausen

AfD 22.04.2026 Sitzungen 8/32

Frau Präsidentin! Liebe Brandenburger! Neue Hausärzte braucht das Land. Wir haben in Brandenburg über 300 unbesetzte Hausarztsitze. Dass die Lage nicht noch schlimmer ist, liegt nur an dem außergewöhnlichen Engagement unserer niedergelassenen Ärzte. Jeder siebte bis achte Hausarzt, der praktiziert, ist im Rentenalter. Die KV hat mir geantwortet, der älteste praktizierende Hausarzt ist 88 Jahre alt. Also herzlichen Dank an die Kollegen für dieses außergewöhnliche Engagement! Aber klar ist, wir müssen den Ärztemangel angehen, und dafür kämpft die AfD seit Jahren. Jetzt will die Landesregierung eine Landärztequote an der Medizinischen Universität Lausitz in Cottbus einführen. Und ja, das ist richtig so. Das haben wir von der AfD auch immer wieder gefordert. Wer sich verpflichtet, nach dem Abschluss seines Studiums, nach dem Abschluss seiner Ausbildung für mindestens zehn Jahre in einer Region mit Ärztemangel tätig zu werden, der soll einen Medizinstudienplatz erhalten. Aber ich frage die Landesregierung: Warum denn nur Hausärzte? Wir haben auch einen großen Mangel an Kinderärzten. In anderen Bundesländern, wie in Rheinland-Pfalz, gibt es auch eine Landkinderarztquote. Das hätten wir auch gebrauchen können. Auch an einigen anderen Sachen stoße ich mich bei diesem Gesetzentwurf. Offensichtlich ist dieser rot-schwarzen Landesregierung die freie Ärzteschaft ein Dorn im Auge. Angeblich wollen die jungen Kollegen lieber angestellt sein, in Teilzeit arbeiten, aber der wahre Grund ist: Immer weniger lassen sich nieder, weil sie vom Bürokratiemonstrum erdrückt werden, für das rot-schwarze 80 Landtag Regierungen verantwortlich sind. Über 60 Arbeitstage pro Jahr verbringt ein niedergelassener Arzt mit Papierkram. Da müssen wir ran! Der Arztberuf ist frei und muss es bleiben. Studien zeigen, Patienten sind beim niedergelassenen Arzt gut aufgehoben. Er lässt nicht um 17 Uhr den Griffel fallen, er macht in seiner Praxis auch mal weiter, wenn er Urlaub hat. Es ist ein Irrglaube, dass MVZ oder Polikliniken ein Ausweg aus dem Ärztemangel sind. Wir haben es in Rheinsberg gesehen: Da hat ein angestellter Gynäkologe gekündigt. Was war die Folge? Hochschwangere mussten auf Wittstock ausweichen. Meine Damen und Herren, die Landärztequote an der Medizinischen Universität Lausitz in Cottbus löst aber das Problem nicht. Wir müssen Brandenburg auch attraktiver machen, damit sich junge Menschen bei uns niederlassen, damit junge Ärzte mit ihren Familien kommen. Dazu brauchen wir ein gutes Bildungswesen, gute Schulausbildungen. Wir brauchen eine gute Infrastruktur, wir brauchen schnelles Internet, und wir brauchen natürlich bezahlbaren Wohnraum. So machen wir Brandenburg für junge Menschen attraktiv.

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