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Tina Fischer

SPD 22.04.2026 Sitzungen 8/32

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Vor allem liebe Gäste! Der Fall Collien Fernandes hat bei uns und bei vielen anderen Menschen in diesem Land eine tiefe Betroffenheit hervorgerufen – genau wie der Fall Gisèle Pelicot und auch jener der 23-jährigen Jurastudentin Theresia Crone. Diese und alle anderen Fälle von Gewalt gegen Frauen – ja, gegen Menschen – machen uns nicht nur betroffen, sondern sie konfrontieren uns auch mit einer neuen und bisher wenig beachteten Form von Gewalt, nämlich der digitalen Gewalt. Als Gesellschaft können wir nur dankbar sein, wenn Betroffene – egal, ob sie prominent sind oder nicht – es auf sich nehmen, sich damit an die Öffentlichkeit zu wenden und sich den Fragen, den Blitzlichtern und vor allem auch dem Hass zu stellen, um etwas zu verändern! (Beifall SPD sowie vereinzelt CDU) Herr Berndt, ich muss sagen, was Sie hier tun – zum Glück haben Sie es gerade vor vielen Leuten gesagt –: Sie unterstützen die Opfer nicht; Sie solidarisieren sich nicht mit ihnen. Sie sagen nicht, was besser gemacht werden kann, (Zuruf des Abgeordneten Hans-Christoph Berndt [AfD]) sondern Sie spielen die Opfer gegeneinander aus, anstatt sich hinter sie zu stellen. (Beifall SPD und CDU – Oh! bei der AfD) 16 Landtag Sie dürfen die Opfer nicht gegeneinander ausspielen. Jeder einzelne dieser Menschen verdient unseren Respekt und unser Handeln – wie in dieser Aktuellen Stunde mit unserem Entschließungsantrag. (Beifall SPD und CDU – Daniel Münschke [AfD]: Weil wir darüber reden!) Meine sehr geehrten Damen und Herren, der Fall Fernandes zeigt doch mit erschütternder Klarheit, was digitale Gewalt bedeutet: wie perfide … (Dennis Hohloch [AfD]: Ich dachte, es gilt die Unschuldsvermutung!) wie perfide Täter … (Zurufe der Abgeordneten Dennis Hohloch und Lars Hünich [AfD] – Gegenruf des Abgeordneten Uwe Adler [SPD] – Weitere Zurufe)

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