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Fabian Jank

AfD 18.03.2026 Sitzungen 8/30

Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete! Liebe Brandenburger! „Es ist nicht dringlich […], den Hirsch zu schonen. Es ist dringlich […], ihn zu schießen.“ Diese Worte verkündete der Naturschützer Horst Stern am Heiligabend des Jahres 1971 aus den Fernsehern der Bundesrepublik Deutschland. Diese Sichtweise wurde in den folgenden Jahrzehnten bis hin zum vorliegenden Gesetzentwurf zur obersten Maxime beim Waldumbau erhoben. Der Waldumbau in Brandenburg schreitet nicht voran. Diese Landesregierung schafft es nicht, ihre selbst gesetzten Ziele zu erreichen. Der Waldzustandsbericht zeichnet ein fatales Bild unserer brandenburgischen Wälder. Fast 40 % weisen deutliche Schäden auf. Bei Kiefern liegt der Wert bei 29 %, bei Buchen bei 56 %, und bei Eichen sind es drei Viertel aller Bäume. Die Schuldigen für diesen Misserfolg sind schnell benannt: Rotwild, Damwild und Rehwild. Denn wir müssen wissen, dass diese Tierarten junge Bäume durch Verbissschäden in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Was ist die Lösung, die auch von dieser Landesregierung und von der aktuellen Koalition gefordert wird? Abschüsse, Abschüsse, Abschüsse, und das sogar für ein Dreivierteljahr bei Schmaltieren und Schmalrehen, um genau zu sein, vom 16. April bis zum 15. Januar. Mit solchen Jagdzeiten fällt man in alte Muster und in eine Zeit sogar noch vor dem grünen Minister Axel Vogel zurück. Der hatte im Jahr 2024 zumindest noch eine Pause der Sommerbejagung eingeführt. Die vorliegenden Gesetzesänderungen setzen also wieder auf längere Bejagung, weniger Ruhe für widerkäuende Schalenwildtiere, weniger Tierschutz und weniger Hege. Bereits in seinen Bemerkungen über den Rothirsch verwies der eingangs zitierte Horst Stern darauf, dass die entsprechenden Tierarten nicht das alleinige Übel beim Scheitern im Waldumbau darstellen. Horst Stern hatte als Mitglied der konservativ-ökologischen Gruppe Ökologie um Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt ein grundlegend anderes Verständnis von unserer Natur und dem Ökosystem Wald, als es heute ein selbst ernannter ökologischer Jagdverband oder diese Landesregierung hat. Das Scheitern beim Waldumbau liegt unter anderem darin begründet, dass die SPD-geführten Landesregierungen die Stellenzahl beim Landesbetrieb Forst im Zuge neoliberaler Reformen von 2 300 im Jahr 2009 auf aktuell 1 300 reduziert hat. (Vereinzelt Beifall AfD) Wie unter solchen Umständen der Wald bei gleichbleibender Waldfläche gepflegt werden soll, bleibt das Geheimnis der SPD. (Vereinzelt Beifall AfD) Deswegen möchte ich nun darlegen, warum diese Änderung des Jagdgesetzes nicht ausreichend ist. Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdgesetz ist richtig und wichtig, aber ein Jagdgesetz und eine Jagddurchführungsverordnung verlangen im Jahr 2026 mehr, als das Wissen der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts in Gesetzesform zu gießen. Deswegen: Wir brauchen kürzere Jagdzeiten. (Der Abgeordnete hält ein Schriftstück hoch.) Sie sehen hier die Energiebilanz beim Rotwild. Von November bis März sind die Tiere angehalten, Körperreserven zu mobilisieren. Wenn sie dann im Frühjahr den körpereigenen Kreislauf umstellen, dann heißt es Fressen, Fressen und nochmals Fressen. Dafür ist Ruhe nötig. Diese Ruhe ist nicht gegeben, wenn bereits Ende April Jäger an der Waldwiese auf äsende Schmalrehe warten. (Vereinzelt Beifall AfD) Was passiert hierdurch? Die Waldwiese wird gemieden, und die Tiere ziehen sich ins Dickicht der Wälder zurück. Dort warten dann verlockende Triebe von jungen Bäumen, die stattdessen gefressen werden. Genau das befeuert diese Gesetzesänderung. (Vereinzelt Beifall AfD) Für den Waldumbau ist das mehr als schädlich. Wildbiologisch ist das totaler Unsinn, und beim nächsten Waldzustandsbericht wundert man sich dann, warum es mit dem Waldumbau hier in Brandenburg nicht klappt. Dabei müsste der Waldumbau das oberste Ziel eines Jagdgesetzes sein. Unsere Änderungsanträge, die unter anderem vorgesehen haben, verkürzte Jagdzeiten bei Rehwild, Rotwild und Damwild einzuführen, vom Prinzip der Abschussprämie als Mindestabschüsse abzukehren und Hegegemeinschaften dadurch zu stärken, dass man sie zu Körperschaften öffentlichen Rechts macht, wurden allesamt abgelehnt. Was war das Ziel dieser Änderungsanträge? Das Ziel war eine Beruhigung der Wildtierbestände und damit die Stärkung von Wald und Wild. (Beifall AfD) 2026 71 Wenn Sie schon unseren Forderungen keinen Glauben schenken wollen, dann empfehle ich Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren von der CDU und der SPD, liebe Gruppe der Mehrheitsbeschaffer und liebe Leute vom BSW, dieses Buch von Prof. Dr. Dr. Sven Herzog, (Der Redner hält das Buch „Die Sache mit dem Wald“ in die Höhe.) der darin alles sehr gut ausgeführt hat. (Beifall AfD) Ich empfehle dieses Buch und die sonstigen Arbeiten von Prof. Dr. Dr. Sven Herzog gerade unserer Ministerin. Zu guter Letzt – ich komme zum Schluss – möchte ich auf den schon eingangs zitierten Horst Stern zurückkommen. Er sagte: „Man rettet den deutschen Wald ja nicht, indem man ‚Oh Tannenbaum‘ singt.“ (Beifall AfD)

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