Erik Stohn
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Hohloch, heute geht es erst einmal um den Staatsvertrag. Es geht noch gar nicht um die Zusammensetzung des Medienrates. Sie reden von einer Fake-News-Kultur. (Zuruf des Abgeordneten Dennis Hohloch [AfD]) Ich weiß gar nicht, woher Sie das nehmen. Ja, natürlich passieren beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und auch bei privaten Sendern Fehler, und dann stellt sich die Frage, wie man mit diesen umgeht. Gesteht man sie sich ein? Korrigiert man sie? Macht man sie deutlich? Macht man eine Fehlerkultur deutlich? Das zumindest erlebe ich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Fake-News-Kultur erlebe ich tagtäglich in den sogenannten alternativen Medien, die Sie befeuern. (Zuruf des Abgeordneten Dennis Hohloch [AfD]) Herr Hohloch ist da mittlerweile ja auch sehr vorsichtig; er begrenzt sich in seinen Videos nämlich selbst, da ansonsten irgendwann journalistische Standards greifen würden und er dann auch der Medienaufsicht unterliegen würde. (Dennis Hohloch [AfD]: Nein, ich bin Politiker!) Das weiß er, und deswegen – Herr Hohloch, das haben Sie selbst einmal zugegeben – begrenzen Sie sich selbst. Sie merken nämlich: Da könnte irgendwann mal etwas sein, da könnte mir mal jemand wegen meiner Fake-News-Kultur auf die Füße treten. Das wollen Sie verhindern. Das ist Ihnen bewusst. – Es ist erstaunlich, Herr Hohloch, dass ich Sie noch nie habe rot werden sehen. (Dennis Hohloch [AfD]: Ich schäme mich für Sie!) Dafür, dass ich das heute erleben darf, herzlichen Dank. (Beifall SPD – Dennis Hohloch [AfD]: Mehr als drei Videos am Tag schaffe ich nicht; tut mir leid!)
