Daniela Oeynhausen
Liebe Brandenburger! Sie sehen: Der zukünftigen Regierungskoalition aus SPD und CDU ist dieses Thema egal. (Beifall AfD) Es ist ihr egal. Der Präsident musste sogar meine Rede unterbrechen, weil die Lautstärke hier im Saal so hoch war. Da wissen Sie genau, wen sie wählen müssen: (Heiterkeit SPD) Wenn Sie den Pflegenotstand beseitigen wollen, müssen Sie AfD wählen! Wir stellen hier Anträge, und wir sind konzentriert dabei. Aber von der künftigen Landesregierung ist mal wieder nichts zu erwarten. (Zuruf des Abgeordneten Andreas Noack [SPD]) Wir von der AfD wollen Zukunft, und wir von der AfD wollen neue Wege gehen: Wir wollen eine Modellregion, in der Pflegeeinrichtungen gezielt gefördert werden, damit effizienter und kostensparender gearbeitet werden kann. Beispiel Bürokratie: Eine Pflegekraft verschwendet damit bis zu drei Stunden pro Tag. Wäre es eine Stunde weniger, könnte das 40 000 Vollzeitkräfte freisetzen. Es ist Wahnsinn, wie viel Arbeitszeit unser Verwaltungskram frisst. Hier kann man KI-gestützte Lösungen oder Spracherkennungssoftware nutzen. Beispiel Technisierung: Es gibt Überwachungssysteme, um die Füllung einer Harnblase zu kontrollieren. Damit kann man zum Beispiel die Zahl der Lakenwechsel reduzieren. Es gibt Sturzsensoren. Es gibt intelligente Kameras, die ganze Stationen überwachen und sogar die Mimik von Menschen analysieren können. Dann natürlich Roboter: Die können beim Essenaustragen helfen. Es gibt Sozialroboter für Demenzkranke, die eingesetzt werden, damit sie sich an die Lebensgeschichte der Patienten erinnern: Sie kommunizieren mit den Betroffenen und versuchen so, die Demenz aufzuhalten. Wer jetzt den Eindruck hat, dass wir ein volltechnisiertes, mit Humanoiden ausgestattetes Pflegeheim wollen, den kann ich beruhigen: Das wollen wir natürlich nicht, ganz klar. Solche Technisierung kann die Pflege nur unterstützen. Sie kann den Menschen nicht ersetzen, aber sie kann die Pflegekräfte massiv entlasten, damit sie wieder mehr Zeit für die Patienten haben. (Beifall AfD) Und das Beste: Die Patienten und natürlich auch die Pfleger und Schwestern in den Heimen finden das richtig gut. Aber die Technik kostet zu viel Geld. Die meisten Pflegeheime sagen: Ja, wir würden so etwas gerne haben, aber wir können es einfach nicht refinanzieren. Deswegen unser Antrag: Die Landesregierung muss handeln. In anderen Bundesländern gibt es Vorbilder, zum Beispiel die Innovationsregion Sachsen-Anhalt. Auch bei uns in der Lausitz soll etwas entwickelt werden, aber die Gesundheitsregion Lausitz hat einen ganz anderen Schwerpunkt. Wir setzen auf Lösungen, die bereits auf dem Markt sind, um sie in Pflegeheimen und bei Pflegediensten zu erproben. Deswegen soll die Landesregierung noch 2026, bis Mitte des Jahres, einen Plan vorlegen, welche Landkreise und Städte mit ihrer demografischen Struktur und ihrer Infrastruktur dafür infrage kämen. In der ausgewählten Region sollen dann auch andere Projekte und Ideen zur Kostensenkung ausprobiert werden. Beispiel Baden-Württemberg: Dort können Angehörige in das Pflegeheim kommen, um tagsüber beim Essenreichen und Waschen zu helfen, und so den Eigenanteil reduzieren. All das kann man hier probieren. Geld dafür ist genug da, meine Damen und Herren. Da sind zum Beispiel die Rückzahlungen aus dem Green-Care-and-Hospital-Programm – das war so ein Klimaschwindelprogramm aus der letzten Legislaturperiode –; da sage ich ganz klar: Statt Dachbegrünungen und E-Rikschas kaufen wir mal was für die Bürger, nämlich Sturzsensoren und Spracherkennungssoftware. Das kommt den Pflegekräften und Pflegebedürftigen in der Pflege tatsächlich zugute. Wir von der AfD wollen, dass das Geld bei den Bürgern ankommt. (Beifall AfD)
