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Christian Dorst

BSW 25.02.2026 Sitzungen 8/28

Vielen Dank, Kollege Schierack, dass Sie die Frage zulassen. Ein bisschen spitzfindig frage ich Sie, ob Sie in den vergangenen fünf Jahren jene Experten, die Sie befragt haben, einmal gewechselt und sich bei anderen Experten erkundigt haben. Eigentlich lautet meine Frage aber: Ich habe in meiner Rede lang und breit zu Sicherheitssignalen ausgeführt. Ich habe mehrere Aspekte angeführt. Hat das bei Ihnen nichts ausgelöst, sind Sie immer noch der Meinung, das sei alles völlig unbedenklich? Das verwundert mich sehr, gerade bei Ihnen als Mediziner. (Lars Hünich [AfD]: Die sind so! Die sind seit fünf Jahren so!) Prof. Dr. Michael Schierack (CDU):* Danke für die Frage. – Natürlich. Gerade bezüglich der Coronapandemie diskutieren wir seit fünf Jahren. Sie können sich vorstellen, wie oft ich hier vorn gestanden habe und wie oft ich mich natürlich mit meinen Kollegen Virologen und Mikrobiologen beraten habe. Ich habe sie nicht gewechselt, aber es kommt durchaus immer mal wieder jemand hinzu. Auch auf den zweiten Punkt, den Sie genannt haben, will ich gern eingehen. Natürlich verfolge ich aufmerksam die internationale Literatur. Aber ich komme zu anderen Schlussfolgerungen. Dazu würde ich gern noch ausführen. Uns muss klar sein, dass jedes Medikament, jede Impfung Nebenwirkungen hat. Es gibt leichte und schwere bis hin zu tödlichen Nebenwirkungen; das wissen wir. Auch Vektorimpfstoffe – gegen die Masern zum Beispiel –, das sollten wir nicht verschweigen, können eine tödliche Impfnebenwirkung nach sich ziehen. Jede Nebenwirkung – das ist das System in Deutschland – muss gemeldet werden und wird beim PEI registriert. Insbesondere zu den schweren Impfnebenwirkungen können Sie ja nachlesen; Sie haben es selbst zitiert. Sie haben selbst gesagt, dass es bei diesen Impfstoffen mehr Nebenwirkungen gibt als bei anderen Impfungen. Bezweifeln Sie doch also nicht Ihre eigenen Aussagen! (Lars Hünich [AfD]: Hä?) Aber wir dürfen die Verdachtsmeldungen nicht mit gesicherten Kausalitäten verwechseln. Die wenigsten Impfnebenwirkungen sind schwere Impfnebenwirkungen; das muss man ganz klar sagen. Pharmakovigilanzsysteme sind darauf angelegt, auch seltene Ereignisse zu erfassen. Und anscheinend passiert das auch beim PEI. Dass die Meldungen vorliegen, ist Ausdruck funktionierender Kontrolle. Das ist meine Auffassung. Wir erleben ja jetzt bereits, dass Eltern Standardimpfungen verschieben und ablehnen. Das gefährdet insbesondere ältere Menschen, Säuglinge und chronisch Kranke. Wenn wir das Vertrauen stärken wollen, dann gelingt das durch sachliche Aufklärung, Herr Dorst, (Beifall des Abgeordneten Christian Dorst [BSW] sowie Zuruf: Ja!) durch transparente Kommunikation und Unterstützung von Betroffenen. Deshalb begrüße ich durchaus auch die Impfkampagne der KVBB und des Gesundheitsministeriums zur Aufklärung und Sensibilisierung. Impfen ist eine sehr persönliche Entscheidung, (Dennis Hohloch [AfD]: Außer bei der Masernimpfung!) die wir aber – so sage ich ganz deutlich – unterstützen sollten. (Beifall CDU und SPD) Jetzt komme ich zur Zulassung. Die Zulassung von Impfstoffen erfolgt auf europäischer Ebene. Die Empfehlung erfolgt durch die STIKO auf Bundesebene. Brandenburg kann eine bundesweite Zulassung nicht aufheben. Wir sollten hier auch auf keinen Fall den Eindruck erwecken, wissenschaftliche Bewertungen und Erkenntnisse ließen sich durch einen politisch motivierten Mehr-Das hielte ich für völlig falsch. (Beifall CDU und SPD) Die Forderung nach weiterer wissenschaftlicher Forschung, Herr Dorst, ist ja legitim. Das wird auch weitergehen; die Entwicklung in der Forschung schreitet ja voran. Aber Forschung bedeutet methodische Strenge – und nicht politische Vorverurteilung. – Herzlichen Dank. (Beifall CDU und SPD – Lars Hünich [AfD]: Das ist doch Quatsch!)

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