Steffen Kubitzki
Danke, Herr Minister, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. Sie sagten, mit Braunkohlekraftwerken gehe das Hoch- und Herunterfahren nicht. Da muss ich Ihnen widersprechen. Sicherlich ist das in Schwarze Pumpe und ähnlichen Kraftwerken mit einem großen Kessel schwierig. Aber in Jänschwalde mit mehreren kleinen Kesseln – 500 MW – haben wir es in den letzten Jahren immer gemacht. Ich möchte hier noch etwas feststellen: Wir wollen nicht den Wiedereinstieg in die Kohleverstromung erreichen, sondern wir möchten einfach nur den Ausstiegstermin offenhalten. Ich bin nicht für den generellen Wiedereinstieg. Ich war genauso wie Herr Katzmarek in Berlin; das weiß er vielleicht nicht. Ich war mit meinem Bürgermeister da und habe genauso gekämpft. Ich möchte auch nicht, dass dort bis 2050 Kohle abgebaut wird. Wenn ich aber sehe, dass laut Fahrplan Jänschwalde schon 2028 zugemacht werden soll, dann muss man sich doch in der jetzigen Lage, in der wir keinen Ersatz haben und frühestens 2031 etwas erwarten können, auch diese Option offenhalten und vielleicht noch ein bisschen weitermachen. Das heißt nicht, dass wir Dörfer abbaggern wollen. Wir haben noch nie ein Dorf abgebaggert – dafür waren andere Parteien zuständig – und werden nie ein Dorf abbaggern. Das möchte ich nur feststellen.
