Corrado Gursch
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste! Gerade in Brandenburg erleben wir, wie eng Wirtschaft, die Energiewende und im Besonderen das Leben im ländlichen Raum miteinander verbunden sind. Die erneuerbaren Energien sollten – wir erleben das gerade in der bundesweiten Debatte zum Heizungsgesetz – sinnvoll sein und auf die Akzeptanz unserer Bürger treffen. Daher ist es richtig, was Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche auf den Weg bringt. Das geplante Netzpaket hat unter anderem zum Ziel, die Abschaltvergütung und die Redispatchkosten zu senken. Das ist ein wichtiger Schritt; denn wir sehen auch in Brandenburg, dass es, wenn die Netze überlastet sind und Windkraftanlagen abgeschaltet werden müssen, zu steigenden Preisen und berechtigtem Ärger beim Betrachten der Stromrechnung führt. Das hat in den letzten Jahren eine Dimension 2026 11 erreicht, die wir nicht länger ignorieren können. Allein die Redispatchkosten lagen bei über 3 Milliarden Euro. Das Netzpaket sendet damit ein klares Signal: Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss an den Netzausbau und an die tatsächliche Kapazität gekoppelt werden. (Beifall CDU und SPD) Genau das ist der richtige Ansatz, denn eines ist klar: Wir sind zwar durch die erneuerbaren Energien zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort geworden, aber der Netzausbau kommt nicht mehr hinterher. Wenn wir also ernsthaft und lösungsorientiert über die Zukunft der Windkraft sprechen, kann es ein stumpfes „Weiter so!“ nicht geben. Genau deshalb brauchen wir mehr Steuerung beim Ausbau der erneuerbaren Energien.
