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Lars Hünich

AfD 28.01.2026 Sitzungen 8/26

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Mittelstädt, ich muss darauf eingehen, auch wegen dieser Mercosur-Geschichte: Sie erzählen uns, dass wir bei der GAP ja quasi nur ein paar Ostländer sind, und dann gebe es möglicherweise noch ein paar andere. So groß sei unser Einfluss also nicht. Dann erzählen Sie uns aber, dass unser Einfluss im Mercosur-Abkommen ganz groß wäre, wenn wir für deutsche, Brandenburger Standards werben würden. Das ist genau das Problem. Wir sind überhaupt nicht gegen freien Handel. Aber jedes Mal wird bei irgendwelchen Freihandelsabkommen die deutsche Landwirtschaft – und logischerweise auch die Brandenburger Landwirtschaft – verschachert. Das wissen Sie besser als ich. (Beifall AfD) Das ist eben unser Problem. Wir haben gar kein Problem damit, wenn die Argentinier – oder wer auch immer – Rind- oder Geflügelfleisch herbringen, aber dann bitte – und das ist das Entscheidende – entsprechend den Standards, die in Deutschland genauso eingehalten werden müssen. Ansonsten hat es keinen Sinn. (Beifall AfD) Sie haben recht – ich hatte aber leider Gottes nur zehn Minuten Redezeit –, es gibt auch Investitionen. Aber was sind 10 Millionen Euro dagegen, dass 500 Arbeitsplätze wegfallen? Was sind 10 Millionen Euro dagegen, dass in Perleberg sehr viele Arbeitsplätze wegfallen? (Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Golßen!) – Golßen, wie auch immer. Wir haben ein Problem, das kann man nicht wegdiskutieren, auch wenn es unter Umständen durchaus einige positive Beispiele gibt. Ich will Ihnen auch sagen: Kunella – wir haben nie gesagt, dass niemand exportieren darf. Wir haben gesagt: importieren, und zwar zu deutschen Standards. Abgesehen davon, glaube ich, dass Kunella froh wäre, wenn man endlich wieder Handel mit Russland betreiben könnte. (Beifall AfD sowie des Abgeordneten Niels-Olaf Lüders [BSW])

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