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Daniela Oeynhausen

AfD 18.12.2025 Sitzungen 8/24

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Brandenburger! Es ist still im Zimmer. Jemand nimmt Abschied von einem geliebten Menschen. Kein Lärm, kein Stress, nur Wärme, ein offenes Ohr und die Gewissheit, dass der Sterbende nicht allein ist. Das ist der Kern von Hospizarbeit. Sie baut Brücken, wo der Tod nahe ist. Wir verdrängen den Tod oft; aber er kommt zu uns allen. Genau in solchen Momenten brauchen wir Hilfe, Mitgefühl und Unterstützung. Heute geht es uns alle an, die Todkranken, die Angehörigen, Freunde. Als Ärztin habe ich den Moment der letzten Stunde häufig miterlebt. Deswegen kann ich gut sagen: Das Hospiz ist ein Ort, wo Normalität geschaffen wird, wo kein Alltag mehr ist. Das Hospiz schützt vor Überbehandlung; es entlastet Angehörige und gibt Raum für Abschied. Neun von zehn Menschen wollen zu Hause sterben; aber nur den wenigsten ist es tatsächlich vergönnt. Die meisten versterben im Krankenhaus oder in Pflegeheimen. Hier füllen Hospize eine wichtige Lücke, denn sie schaffen die Privatsphäre, die ein Krankenhaus normalerweise nicht bieten kann. Und: Ohne die Ehrenamtlichen und die engagierten Mitarbeiter wäre das unmöglich. Deswegen von hier aus ein herzlicher Dank an Sie alle, die diese schwierige Aufgabe meistern, die sich jeden Tag mit dem Endlichen auseinandersetzen. (Beifall AfD) Das kann sehr belastend sein; das sage ich aus eigener Erfahrung. Das verdient Respekt, das verdient Unterstützung. Das war auch das Ergebnis des Fachgesprächs in unserem Ausschuss für Gesundheit zum Thema Hospizversorgung. Ja, es läuft vieles gut; das sagten die Sachverständigen. Aber es gibt auch eine Menge Nachbesserungsbedarf. Beispielsweise sind Hospize häufig völlig ausgelastet, fast immer zu 100 % belegt. Es gibt zu wenig Trauerhilfe für Angehörige und Mitarbeiter, und ein runder Tisch ist gewollt. Es gab also jede Menge guter Vorschläge. Dann waren wir ganz baff, als wir den Antrag der Koalition auf dem Tisch hatten. Darin steht nur etwas von einem runden Tisch. Das ist ganz schön mager! Ja, na klar: Der runde Tisch wird gewünscht. Doch der Antrag der Koalition klingt ein bisschen danach: Wenn du mal nicht weiterweißt, dann bilde einen Arbeitskreis. Dabei hatten wir gute Forderungen im Sachverständigengespräch. Wir haben Ihnen heute einen Entschließungsantrag vorgelegt, um der Koalition auf die Sprünge zu helfen. Was wir ganz besonders brauchen, sind Palliativteams für die Versorgung todkranker Kinder und Jugendlicher. Stellen Sie sich eine Familie mit einem krebskranken Kind vor: Sie brauchen ein spezielles Team für die Versorgung zu Hause. (Beifall AfD) Wir müssen auch die Trauerbegleitung viel stärker ausbauen. Angehörige werden vor Kummer krank, und Mitarbeiter können ausbrennen, weil das regelmäßige Abschiednehmen sehr belastet. Der Verlust eines geliebten Menschen löst Stress aus, und das kann Monate später Krankheiten nach sich ziehen. Und: Wir brauchen Fachkräfte. Natürlich brauchen wir Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, die sich mit Palliativmedizin auskennen.

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