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Martina Maxi Schmidt

SPD 18.12.2025 Sitzungen 8/24

Sehr geehrte Frau Vizepräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Honig ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern auch ein Naturprodukt, an dessen Qualität, Natürlichkeit und Unbedenklichkeit die Verbraucherinnen und Verbraucher zu Recht hohe Dezember 2025 67 Anforderungen stellen. Regionale Imkerinnen und Imker leisten hierzulande einen wichtigen Beitrag zu unserer Landwirtschaft, unserer Umwelt und unserer Ernährung. Sie sichern mit ihren Bienenvölkern die Bestäubung, tragen zur Biodiversität bei und erzeugen ein hochwertiges Lebensmittel. Diese Arbeit ist fachlich anspruchsvoll und erfolgt unter klaren rechtlichen Vorgaben. Sie ist für viele Betriebe jedoch nur dann wirtschaftlich tragfähig, wenn faire Marktbedingungen bestehen. Unsere einheimischen Imkereien stehen seit einigen Jahren unter Druck. Denn große Mengen importierten Honigs gelangen zu sehr niedrigen Preisen in den Handel. Gleichzeitig gibt es immer wieder Hinweise auf Verfälschungen. Das schadet dem Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher und benachteiligt regionale Imkereien, die transparent und nach hohen Standards arbeiten. Eine gute Nachricht vorab: Mit den neuen Regelungen zur Herkunftskennzeichnung auf EU- und Bundesebene wurde ein wichtiger Schritt zu mehr Klarheit gegangen. Künftig müssen alle Ursprungsländer, in denen der Honig erzeugt wurde, im Hauptsichtfeld des Etiketts angegeben werden. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern eine bessere Orientierung, woher ihr Honig stammt. (Beifall SPD und BSW) Diese Nachverfolgbarkeit ist wichtig, sie entfaltet ihre Wirkung aber nur, wenn sie um wirksame Kontrollen und fachliche Begleitung ergänzt wird. Beides ist notwendig, um bestehende Regeln durchzusetzen, Vertrauen zu sichern und unsere regionalen Imker zu stärken. Meine sehr geehrten Damen und Herren, genau hier setzen wir mit unserem Antrag an. Erstens sollen bestehende Dialogformate mit Wirtschaft und Handel genutzt werden, um die Markttransparenz zu verbessern und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Dabei wird auf vorhandene fachliche Kompetenz zurückgegriffen. Zweitens soll auf eine konsequente Durchführung und Weiterentwicklung der Importkontrollen hingewirkt werden. Nur wenn geltende Regeln überprüft und eingehalten werden, entstehen faire Wettbewerbsbedingungen. (Unruhe)

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