Martina Maxi Schmidt
Sehr geehrte Damen und Herren, ich beziehe mich auf den ICE-Halt in Cottbus, da wir hier auch über den entsprechenden Antrag in Verbindung mit dem Lausitz-Antrag abstimmen werden. Der ICE-Halt macht meiner Meinung nach und auch nach Auffassung der Deutschen Bahn aktuell wenig Sinn. Die Anbindung von Cottbus ist nämlich mit dem Fernverkehr abgedeckt. Ich führe das kurz aus: Der ICE fährt lange Strecken, bei denen die DB auch eine hohe Auslastung auf den Zügen erwartet. Außerdem heißt es, dass der ICE zwischendurch nicht überall halten kann. ICE-Abdeckung ist dort gegeben, wo wir jetzt auch mit der Generalsanierung vorankommen, wir wollen damit also Distanzen wie Berlin–München, Berlin–Hamburg etc. überbrücken. Das heißt aber auch: Wir können daraus keine regionalpolitisch motivierten Zug-Halte machen. (Beifall SPD und CDU sowie vereinzelt BSW) Außerdem hat die Deutsche Bahn – zu Recht, ich vermute aufgrund der Generalsanierung – die Stationsgebühren für ICE-Halte beinahe vervierfacht. Man muss ich also gut überlegen: Wo hält der ICE und wo nicht? – Wie sieht die aktuelle Abdeckung aus? Im Antrag wird richtigerweise auf die Sanierungen und den zweigleisigen Ausbau der Elektrifizierung eingegangen. Potenziell ist hier vor allen Dingen der IC- und der Eurocity-Verkehr zu beachten. Wichtig ist hier aber: Im aktuellen Fahrplan taucht er nicht so oft auf; aufgrund der Baustellen auf der Strecke Berlin– Hamburg und der Lehrter Bahn ist es aktuell nicht möglich, Cottbus durchgängig anzufahren. Außerdem spielt der Stellwerkschaden in Gerwisch, der gerade behoben wird, eine Rolle. Aber es gibt ein verbessertes Intercity- und Eurocity-Angebot. Das ist ein Fernverkehrsangebot, und das macht auch absolut Sinn. Nach dem Ausbau wird ab 2027 zweimal pro Stunde ein RE direkt nach Berlin verkehren. Diese Verbindung können natürlich alle Pendler, auch Azubis und Studenten, mit ihrem Deutschlandticket nutzen. (Beifall SPD sowie vereinzelt BSW und CDU)
