Gunnar Lehmann
Vielen Dank, Herr Minister, für die Auskunft. Ich freue mich, dass dieses Gespräch gesucht wurde und geführt wird. Zu dem zeitlichen Rahmen habe ich eine Nachfrage: Grundlage der Entscheidung zur Reduzierung der Geschwindigkeit ist unter anderem die Verkehrszählung. Die Verkehrszählung von 2021 war dem Vernehmen nach Grund für die Aufhebung des damals bestehenden Tempolimits – wohlgemerkt eine Verkehrszählung, die zu Coronazeiten, also in Zeiten eines geringeren Verkehrsaufkommens, erfolgt ist. Die aktuellste Zählung hat jetzt, bis Oktober 2025, stattgefunden. Die Ergebnisse sollen laut Bundesverkehrsministerium erst in einem Jahr vorliegen. Wird es also möglicherweise auch so lange dauern, bis der dann gestellte Antrag bearbeitet wird? Detlef Tabbert (Minister für Infrastruktur und Landesplanung): Wir haben zum einen die Verkehrszahlen; Sie sprachen es an. Zum anderen haben wir dort aber auch Erstanalysen durchführen lassen, was das Unfallgeschehen angeht. Und definitiv haben wir ein höheres Verkehrsaufkommen. Wir werden uns also vor Ende 2026 an den Bund wenden, weil unsere klare Position ist: Jedem, der sich die Situation vor Ort in Ludwigsfelde ansieht, wird klar, dass, wenn da nachts open end durchgefahren wird, die Geschwindigkeit für die Anwohner definitiv zu hoch ist. Wir gehen davon aus, gemeinsam mit der Stadt beim Bund erreichen zu können, dass die Geschwindigkeit gesenkt wird. Ich kann natürlich nicht sagen, wie der Bund dann entscheiden wird, 2025 21 aber klares Zeitfenster ist: Vor Ende 2026 wird die Stadt den Antrag auf den Weg bringen, und wir werden ihn unterstützen.
