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Julian Brüning

CDU 19.11.2025 Sitzungen 8/21

Herzlichen Dank, Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Waldumbau in Brandenburg ist keine Aufgabe, die sich in einer Wahlperiode bewältigen lässt. Sie lässt sich auch nicht innerhalb einer Generation lösen; aber wir können die Weichen dafür stellen. Gerade weil der Waldumbau eine Generationenaufgabe ist, verlangt er von uns, politische Verantwortung mit Weitblick zu übernehmen und auch langfristig für verlässliche Rahmenbedingungen zu sorgen. Ich möchte ausdrücklich anerkennen, dass sich die Koalition mit den Herausforderungen des Waldumbaus auseinandergesetzt hat und nun gute Ideen aufgreift, die in der letzten Legislaturperiode noch nicht umgesetzt werden konnten. Die Konzepte und Vorschläge, die nun vorliegen, sind altbekannt, da sie bereits mehrfach vom Waldbesitzerverband und vom Forum Natur Brandenburg eingebracht worden sind. Ich möchte betonen: Diese Ansätze gehen deutlich weiter als das, was die AfD heute hier vorschlägt. An die Kollegin Muxel gerichtet: Wer heute fordert, man solle den Fokus ausschließlich auf staatliche Baumschulen legen, verkennt die Realität. Die privaten Baumschulen in Brandenburg und den Nachbarländern leisten seit Jahren wertvolle Arbeit. Sie sind spezialisiert, hochprofessionell und wirtschaftlich effizient. Genau das braucht es, wenn wir mit vollem Tempo klimaangepasste und widerstandsfähige Wälder aufbauen wollen. (Beifall CDU) Neben der fachlichen Seite gibt es auch eine gesellschaftliche Komponente. Der Wald ist nicht nur Wirtschaftsgut, sondern auch Lebensraum, Erholungsraum und Identifikationsort vieler Brandenburgerinnen und Brandenburger. Deshalb ist es entscheidend, dass ein fairer Ausgleich zwischen den Interessen der Waldeigentümer und der Jäger stattfindet. (Beifall CDU) Beide Gruppen tragen Verantwortung, die einen für Eigentum und Bewirtschaftung, die anderen für unser heimisches Wild. Doch dieser Ausgleich funktioniert nur, wenn man unvoreingenommen in die Diskussion geht, ohne vorgefertigte Urteile und ohne alte Gräben wieder aufzureißen. Deshalb würden wir es begrüßen, wenn die Koalition sich unseren Änderungsantrag noch einmal zu Gemüte führen könnte. Der Waldumbau wird nur gelingen, wenn Vertrauen herrscht: zwischen Politik, Eigentümern, Forstleuten, Jägern und Menschen im Land. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall CDU sowie vereinzelt SPD)

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