Wolfgang Roick
Sie haben es gerade selbst beantwortet. Wenn ein Gehweg zwei Meter breit ist und auf der einen Seite die Telekommunikationskabel liegen, kann man das Starkstromkabel ganz locker und bequem auf die andere Seite legen. Was die Straßen an sich betrifft, so haben wir heute schon über Infrastrukturmaßnahmen geredet. Wir werden demnächst auch eine ganze Menge Geld in die Hand nehmen, um unsere Straßenlandschaft zu modernisieren. Insofern gehe ich davon aus, dass auch hierfür etwas abfällt. Und weil Sie die Jahresscheiben genannt haben: Egal, wie lange es dauert; jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt, und den sollten wir gehen. Das ist auch kein Forderungskatalog. Das ist Handeln. Das ist industrie-, beschäftigungs- und klimapolitisch vernünftig. Elektrische Antriebe sind im Betrieb meist deutlich günstiger. Wer zu Hause lädt – das sagte ich schon –, fährt in der Regel für weniger Euro pro hundert Kilometer. Unternehmen profitieren doppelt: von niedrigen Energiekosten und von Förderprogrammen für die Ladeinfrastruktur und die Flottenumstellung. Hinzu kommen steuerliche Vorteile: Aktuell, nach geltendem Recht, wird keine Kfz-Steuer für E-Fahrzeuge fällig etc. Ich sehe, die Zeit ist weit fortgeschritten. – Natürlich braucht es dafür auch eine Ledeinfrastruktur. Deswegen setzen wir auf ein flächendeckendes Laden – auch in ländlichen Regionen – an Mehrfamilienhäusern, damit auch über Nacht geladen werden kann. Die Regelung ist maximal technologieoffen. Zulassungsfähig ist, was über den Lebenszyklus klimaneutral ist, ob batterieelektrisch oder künftig „E-fuels only“. Wie ein Kollege augenzwinkernd sagte: Wenn jemand einen CO -neutralen Wurstantrieb er-2 findet, darf auch der zugelassen werden. – Danke schön. (Beifall SPD – Lars Hünich [AfD]: Ich glaube ja, dass sie den Quatsch selbst nicht glauben!)
