Steffen Kubitzki
Herr Vizepräsident! Liebe Kollegen! Werte Brandenburger! Heute geht es um den Ausstieg aus dem Verbrennerverbot. Ich glaube, die Kameras sind nicht wegen dieses Tagesordnungspunkts so zahlreich hier; es muss mit etwas anderem zu tun haben. Es ist trotzdem schön, dass so viel Presse da ist. Vielleicht übertragen Sie auch etwas zum Ausstieg aus dem Verbrennerverbot. Die Europäische Union hat ja das Verbot der Neuzulassung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab dem Jahr 2035 beschlossen. Für uns ist das natürlich keine technologische Vision, sondern wirtschaftspolitischer Selbstmord, mindestens für Deutschland und mindestens auch für Brandenburg. Ich muss dazusagen: Ich bin ja aus einer Generation der Verbrenner. Bei uns gab es, außer auf der Arbeit ein paar Gabelstapler, die mit Batterie gefahren sind, keine Batteriefahrzeuge. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich das erste Mal kurz nach der Wende nach Frankfurt am Main zur IAA gefahren bin. Da haben sie die neue S-Klasse vorgestellt, den V12, also einen Zwölfzylinder, haben die Motorhaube aufgemacht, ein Markstück auf den Motor gestellt und das Auto gestartet. Das blieb so stehen, denn ein Zwölfzylinder hat eben eine super Laufruhe. Deswegen: Ich bin ein totaler Fan von Verbrennern und werde mich dafür auch immer wieder einsetzen. (Beifall AfD) Eigentlich habe ich auch den Traum, dass ich später, wenn ich irgendwann mal Rentner bin, einen gebrauchten V12 fahren werde. Und es kann ja nicht sein, dass ich das bis 2035 machen muss, weil es danach verboten ist. Das geht nicht. (Beifall AfD) Wie gesagt, im vergangenen Jahr sind schon 51 000 Arbeitsplätze verloren gegangen. (Zuruf des Abgeordneten Ludwig Scheetz [SPD]) – Ja, hören Sie auf zu quatschen! (Heiterkeit und Beifall AfD) Ich muss Ihnen mal eines sagen: Gerade von Ihrer Seite kommt ja immer, dass das mit den E-Autos ganz wichtig ist. Wenn ich in die Tiefgarage gucke und die Brummpensen stehen sehe, stelle ich fest: Da unten stehen kaum E-Autos, sondern richtige Granaten. (Beifall AfD – Zuruf von der SPD: Jaja! – Zuruf des Abgeordneten Uwe Adler [SPD]) – Jaja, bleiben Sie ruhig! Bleiben Sie ruhig! (Uwe Adler [SPD]: Wenn Sie hier so einen Quark reden!) – Nein, das ist kein Quark, das ist einfach so. (Abgeordneter Ludwig Scheetz [SPD] meldet sich zu einer Zwischenfrage.) – Nein, setzen Sie sich wieder hin, Herr Bretz; ich lasse jetzt keine Zwischenfrage zu. (Heiterkeit – Steeven Bretz [CDU]: Was?)
