Robert Crumbach
Wir machen das jetzt mal wie in der Schule: Wir warten, bis sich hier alle beruhigt haben und ruhig sind, dann können wir weitermachen. Denn ich glaube, wir sind es den Menschen in Brandenburg schuldig, dass wir uns hier ab und zu so aufführen, wie man das von uns erwarten kann. (Dennis Hohloch [AfD]: Gute Politik sind Sie ihnen schuldig!) Herr Bretz, Sie wissen, dass ich Ihr rhetorisches Talent bewundere, aber ich weiß auch, dass Sie sehr genau wahrnehmen, welche Arbeit wir ganz konkret jeden Tag erledigen. Sie haben oft genug nachgefragt, und Sie haben oft genug Antworten bekommen. Auch heute habe ich Ihnen einige reale Beispiele genannt. Wenn Sie es mal vorziehen, Ihrer Oppositionsrolle gerecht zu werden und das nicht wahrnehmen wollen, dann ist das so. Das kann ich nicht ändern. Herr Dr. Berndt, ich habe gesagt – und dazu stehe ich, und zwar nicht nur in dieser für mich ganz entscheidenden Frage von Krieg und Frieden, sondern auch allgemein –: Ich habe mein ganzes politisches Leben mit Vertretern anderer Parteien gesprochen – sei es die CDU, die FDP; ich spreche auch mit AfD-Vertretern. Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich mit dem Kollegen Hohloch gesprochen habe. Ich glaube, er war zu diesem Zeitpunkt 14 oder 15 Jahre alt – ich weiß es nicht mehr genau, das ist schon ein paar Tage her. (Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Da war er noch in der SPD!) – Nee, als ich mit ihm gesprochen habe, war er noch nicht in der SPD – aber das ist ja nicht so wichtig. Ich habe mich damals dagegen ausgesprochen, dass er in die SPD aufgenommen wird. Er wurde trotzdem aufgenommen. Ist halt so. (Lachen – Unruhe) Ist auch wurscht. Das ist ja nicht so entscheidend. Wir müssen miteinander reden, und das tun wir auch. Dazu gehört aber auch, dass Sie innerhalb Ihrer Partei Ihre Positionen klären müssen, und da gibt es welche, die nicht akzeptabel sind. Ich nenne Ihnen noch ein Beispiel von gestern, was ich nicht für akzeptabel halte: Wenn Ihre Abgeordnete hier in einer Rede sagt – das können Sie dann gerne nachlesen –, dass unsere bisherige Gesellschaftsform versagt hat, ist das für mich ein Satz, der nicht tragbar und nicht akzeptabel ist. – Danke schön. (Beifall BSW und SPD)
