landtag.brandenburg.de ↗

Steffen Kubitzki

AfD 24.09.2025 Sitzungen 8/19

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Keller, zuerst einmal will ich etwas klarstellen: Ich bin nicht für erneuerbare Energien ohne Ende, wie Sie es jetzt dargestellt haben. Ich weiß nicht, ob Sie wollen, dass die mich aus der Fraktion schmeißen. (Heiterkeit bei der AfD – Andreas Galau [AfD]: Wir sind kurz davor!) Sie haben gesagt, wir seien dafür, nur noch fossile Brennstoffe zu nutzen. Jetzt frage ich Sie einmal ganz deutlich: Die neue Wirtschaftsministerin in Berlin und auch die SPD-Genossen wollen 55 Gaskraftwerke bauen lassen. Was sind denn das für Stoffe? Das sind doch auch fossile Stoffe, die da genutzt werden, oder wird da irgendetwas Supergrünes verbrannt? Das verstehe ich nicht. (Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Das ist grünes Gas!) Folgendes will ich hier bloß noch einmal klarstellen: Ich bin nicht für oder wider erneuerbare Energien. Ich will, dass einfach einmal darüber diskutiert wird. Der Ministerpräsident hat es heute angesprochen: Früher konnte man mit jedem reden. Dann hat man sich ein bisschen verbockt, aber nach drei Tagen hat man wieder miteinander geredet. – Aber mit uns redet ja keiner. Ich würde gerne mit Ihnen darüber reden: Wie kriegen wir diese in meinen Augen nicht richtig funktionierende Energiewende, die viel zu teuer ist, die keiner bezahlen kann, hin? (Beifall AfD) Sie wissen es selbst. Wir waren mit dem Sonderausschuss Lausitz in NRW. NRW hatte damals das steile Ziel: Wir gehen 2030 raus aus der Kohle! – Die Einzige, die damals gesagt hat: „Jungs, das schafft ihr nicht!“, war die IHK Köln. Das war dann auf einmal der Schwarze Peter. Mit ihr hat keiner mehr geredet. „Ihr seid ja doof!“, „Was ist das denn?“, „Ihr Schwurbler!“ – Nein, sie waren realistisch und haben gesagt, 2030 ist zu knapp. Darüber müssen wir diskutieren. Wir müssen über das diskutieren, was ich vorhin angesprochen habe: Was machen wir mit dem Recycling, wenn wir irgendwann so viele Tonnen altes Zeug haben? Das sind doch viele Probleme, die in der Zukunft anliegen. (Zuruf des Abgeordneten Ludwig Scheetz [SPD]) Sie sagen doch immer: „Sie mit Ihrem Atommüll!“ Darüber hat früher auch keiner nachgedacht. Jetzt bauen Sie Windräder ohne Ende und überlegen nicht, wo Sie mit dem Schrott in zwanzig, dreißig Jahren hinkönnen. (Beifall AfD – Sebastian Rüter [SPD]: Was ist denn mit den Endlagern?) Eines muss ich Ihnen sagen: Von diesen Firmen, die dafür verantwortlich sind, sie zu entsorgen, ist nachher die Hälfte weg. (Beifall AfD) Wir müssen uns darüber im Wirtschaftsausschuss ganz normal unterhalten. (Beifall AfD)

Alle Reden von Steffen Kubitzki Protokoll ↗