Dennis Hohloch
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Lieber Herr Stohn, manchmal ist es besser, am Morgen eine Tablette weniger zu nehmen. Aber das sind wir bei Ihnen ja nicht anders gewohnt. (Ludwig Scheetz [SPD]: Gleich im ersten Satz eine Beleidigung – stark! – Andreas Galau [AfD]: Das war keine Beleidigung, sondern eine Feststellung!) Ich habe die Kurzintervention angemeldet, weil Sie mir vorgeworfen haben, ich hätte keinen Respekt vor der Einigung unseres Landes. Ich will kurz Revue passieren lassen, was gerade vor dieser Aktuellen Stunde passiert ist. 35 Jahre Landtag Brandenburg und Land Brandenburg, aber dieser Landtag schafft es nicht einmal, die Nationalhymne zu spielen, (Beifall AfD) 2025 9 die ein Symbol – das Symbol! – für die Einigung war. Dieser Landtag schafft es nicht einmal, das Brandenburglied zu spielen, das Symbol für unser Bundesland. (Beifall AfD) Dieser Landtag spielt die Europahymne, und Sie beschweren sich darüber, dass wir dazu nicht aufstehen. Ich werde bei dieser Hymne niemals aufstehen, Herr Stohn, weil wir diese Europäische Union zutiefst ablehnen, weil diese Europäische Union nichts mit der deutschen Einigung zu tun hat. (Ludwig Scheetz [SPD]: Nein!) Ich verstehe beim besten Willen nicht, wie Sie darauf kommen, dass jemand etwas gegen die Einigung unseres Landes habe, wenn er zur Ode an die Freude nicht aufsteht – übrigens ein wundervoller Text von Schiller, der durch die Europäische Union mittlerweile absolut in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wir wären sofort aufgestanden, hätten Sie die Nationalhymne gespielt. Das wäre angemessen gewesen. Dass Sie von den Sozialdemokraten und Frau Präsidentin, die die Tagesordnung erstellt – auch von den Sozialdemokraten –, diese Nationalhymne natürlich nicht spielen und nicht singen wollen, ist uns klar, weil Sie eben keine Freunde der deutschen Einigung sind, meine Damen und Herren. (Beifall AfD) Sie sind Freunde eines kollektivistischen und zentralistischen Europas. Dieses Europa, das die Vielfalt unserer Nationen ablehnt, lehnen wir ab, Herr Stohn. Dieses Zeichen haben wir gesetzt, als wir zur Ode an die Freude nicht aufgestanden sind, zu Ihrer sogenannten Europahymne, meine Damen und Herren. Wenn Sie das nicht verstehen, Herr Stohn, haben Sie offensichtlich noch mehr Probleme, als ich bisher dachte. (Unruhe bei der SPD – Lars Hünich [AfD]: Das versteht der nicht!) Vielen Dank. (Beifall AfD)
