Steffen Kubitzki
Vielen Dank, Herr Vizepräsident. – Mir wurde aufgetragen, mich sehr kurz zu halten, weil wir unter Zeitdruck sind. Herr Bommert, darüber, ob Ihrer der beste Antrag ist, können wir uns streiten. Ich möchte hier bloß eines klarstellen: Wir haben selbst einen Antrag zu Energieoffenheit eingereicht – und natürlich gehört Wasserstoff dazu. Vielleicht habe ich das falsch rübergebracht; wir sind für eine Wasserstoffindustrie, die man vielleicht etablieren sollte oder soll. Aber in der jetzigen Zeit, in der wir leben, will ich nicht noch 20 Jahre warten, bis man in die Puschen kommt, denn die Firmen und Betriebe brauchen jetzt preiswerten Strom. Wenn wir nachher wieder eine funktionierende Volkswirtschaft haben – keine Rezession –, können wir uns nebenbei weiterhin mit Wasserstoff beschäftigen. Das ist doch nicht vom Tisch; das sollten wir weiterführen. (Beifall AfD) Aber jetzt in einem Hype – wie es die SPD teilweise macht – alles auf Wasserstoff zu setzen, während wir ganz andere Probleme haben, bringt es nicht. Eines will ich hier klipp und klar sagen – meine Meinung zu den Gaskraftwerken: Alle hier oder 80 % denken, dass wir, wenn wir in Brandenburg oder in Deutschland 50 Gaskraftwerke bekommen, das Problem gelöst haben. Die Gaskraftwerke aber werden den Verbraucher ein Heidengeld kosten, weil die Betreiber unterstützt werden müssen; sonst bauen sie keine Gaskraftwerke. Es werden also wieder Subventionen und Steuermittel reingehauen. Deswegen sage ich eindeutig: Das mit den Gaskraftwerken ist alles schön und gut. Sie sind wichtig für die Netzstabilität, werden die Verbraucher aber richtig Geld kosten. Wir müssen eine andere Energiestrategie fahren, sonst wird das alles nichts, auch nicht mit zusätzlichen Gaskraftwerken. – Danke. (Beifall AfD)
