Tim Zimmermann
Ich werde versuchen, ein, zwei Dinge geradezurücken. (Dennis Hohloch [AfD]: Glattzuziehen!) Herr Katzmarek, wenn alle gleichzeitig Strom abnehmen, ist das Netz stärker belastet als sonst. – Aha, gut. Problematisch ist aber nicht, dass das Netz stärker belastet wird, sondern dass der Strom an sich nicht vorhanden ist. Daher gehen die Strompreise entsprechend in die Höhe. Es wird nicht gelingen, mit Flatterstrom dieses Stromtal zu durchschreiten. Mich interessiert, inwieweit eine Dunkelflaute vorhersehbar ist. Lesen Sie immer den Wetterbericht? Egal, macht nichts. Sie sagten, planbare Kosten seien für die KMUs nicht so wichtig. Doch, Herr Katzmarek, das sind sie, weil sie die Produktion und somit auch den Erfolg des Unternehmens beeinflussen. Zu den Kraftwerken: In der letzten Zeit wurden viele Kraftwerke abgebaut, stillgelegt oder heruntergefahren – aus Gründen, die wir nicht zu verantworten haben, also meine Fraktion jedenfalls nicht. (Heiterkeit des Abgeordneten Kai Berger [AfD]) Es ist nun mal so: Wenn man zu wenig Strom hat, wird er teurer. Wenn man zu viel Strom hat, wird er aber auch teurer. Das Problem: Wenn wir zu wenig Strom haben, müssen wir Strom importieren; das ist teuer. (Zuruf von der AfD: Ja!) Wenn wir zu viel Strom haben, müssen wir exportieren. Das ist auch teuer – (Beifall AfD) wir zahlen sogar noch dafür, dass andere uns den Strom abnehmen. Dieses Problem tritt mit dem Flatterstrom konsequent auf – das kann dann gar nicht anders sein –, und wenn man zu wenig Wind und Sonne hat, nützt es auch nichts, wenn man neben 100 Windräder 200 weitere stellt. Dann kommt immer noch nichts heraus; das wäre also völliger Unsinn. (Beifall AfD) Herr Bommert – er hat leider schon das Weite gesucht; er wird schon wissen, warum –, wer hier redet, ist völlig zweitrangig. Wir haben ein Datum genannt, den 1. Juli, und ich habe gesagt, die Landesregierung soll sich einsetzen. Sorry, man kann sich innerhalb einer Woche einsetzen. Das ist überhaupt kein Problem. (Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Von heute auf morgen!) – Das geht von heute auf morgen. (Beifall AfD) Herr Bommert ist ein großer Fan des Wasserstoffs. Das Dumme ist aber, dass Wasserstoff für meine Begriffe als schon gescheitert anzusehen ist. Ein Beispiel: Wir hatten in Schwedt ein Start-up, das sich mit Wasserstoff beschäftigt hat. Dieses Unternehmen gibt es nicht mehr. Dass die Energiepreise ein Wirtschaftsmotor sind – da sind wir völlig d’accord. Natürlich ist das so. Noch eine Information: Ich erinnere mich, am 27.01.2021 gab es hier eine Sitzung; da ging es um ein Verbot von Windrädern im Wald. Es gab eine namentliche Abstimmung und Herr Bommert hat dagegengestimmt. Kurz vor der Landtagswahl im letzten Jahr stand auf seiner Facebook-Seite „gegen Windräder im Wald“ – verwirrenderweise. (Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Ach, niemals! Das glaube ich nicht!) Letztes Mal war er bei der Abstimmung wieder gegen ein Verbot. Das ist doch eine ziemlich flattrige Geschichte; darüber sollte man einmal nachdenken. Frau Meyer, vielen Dank für die Blumen. Sie haben wirklich viele Argumente verinnerlicht, und ich sehe uns da in festem Schulterschluss miteinander. Das ist schon einmal der erste Schritt. Vielleicht gibt es noch die eine oder andere Möglichkeit, Sie zu überzeugen, um dann gemeinsam zum Wohl der Brandenburger Unternehmen tätig zu werden. – Danke schön. (Beifall AfD – Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Er lädt Sie heute Abend ein!)
