Kathrin Schneider
Herr Vizepräsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Unsere gesamtstaatliche Sicherheitsarchitektur ist aktuell mehr denn je im Fokus öffentlicher Debatten, und die Brandenburger Hilfsorganisationen leisten haupt-, aber insbesondere auch ehrenamtlich eine herausragende Arbeit, für die auch ich mich an dieser Stelle im Namen der Landesregierung herzlich bedanke. (Vereinzelt Beifall SPD, BSW und CDU) In Brandenburg sind ca. 800 000 Menschen ehrenamtlich tätig. Auch unsere innere Sicherheit stützt sich auf dieses Engagement. Neben dem Katastrophenschutz sind die Hilfsorganisationen in vielen anderen Bereichen aktiv, insbesondere in sozialkaritativen Bereichen wie bei Hausnotrufen, der Integration geflüchteter Menschen, der Hospizarbeit, der Trauerbegleitung, Essen auf Rädern oder in der Krankenversorgung. Auch die Sicherung von Sanitätsdiensten bei Großveranstaltungen, die Wasserrettung und der Rettungsdienst werden überwiegend von den anerkannten Hilfsorganisationen wahrgenommen. Es ist daher gut und richtig, die enge Zusammenarbeit zu pflegen und weiter zu stärken. Besonders im Katastrophenschutz besteht eine enge Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und den Hilfsorganisationen, wie wahrscheinlich auch im Rahmen des heutigen Parlamentarischen Abends der Johanniter-Unfall-Hilfe deutlich wird. Um die unerlässliche ehrenamtliche Tätigkeit weiter zu stärken bzw. Hemmnisse abzubauen, wird die Landesregierung die im Antrag enthaltenen Punkte gern aufgreifen und die Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamt über bestehende Arbeitsgremien verbessern. Es ist nicht nur bei Hilfsorganisationen so, sondern auch an allen anderen Stellen: Das Ehrenamt braucht auch das Hauptamt.
