Ludwig Scheetz
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Nach den Ausführungen der AfD in dieser Debatte bleibt eins festzuhalten: Es geht ihr nicht um historisches Gedenken, es geht ihr um politische Umdeutung. Die AfD versucht, den 8. Mai umzudeuten, zu relativieren und in ihr eigenes geschichtspolitisches Weltbild zu pressen. Sie stellt die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus infrage und beklagt gleichzeitig, deutsche Opfer würden bewusst ausgeklammert. (Lena Kotré [AfD]: Ja!) Dahinter steht nicht der Wunsch nach differenzierter Erinnerung, sondern der Versuch, unser Gedenken insgesamt zu delegitimieren. Deshalb will ich ganz klar sagen: Wer heute an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert, ist nicht deutschenfeindlich, wie Sie es bezeichnen, sondern übernimmt Verantwortung.
