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Dennis Hohloch

AfD 27.03.2025 Sitzungen 8/11

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Sehr geehrter Herr Minister Crumbach, Sie haben im Vergleich zu anderen Rednern hier ein differenziertes Bild zu zeichnen versucht. Aber ich möchte noch einmal eines betonen: Wer von Verantwortung und von Mahnung spricht, darf den Blick nach hinten nicht scheuen. Und diesen Blick scheuen Sie, indem Sie ebendiesen Tag als „Befreiungstag“ bezeichnen. Ihre Fraktion möchte einen Feiertag zur Befreiung am 8. Mai. Ich möchte Ihnen einmal zwei Beispiele nennen, die aus meiner persönlichen Sicht nicht für einen Tag der Befreiung sprechen. Ich will an dieser Stelle ganz klar sagen: Ich möchte niemanden gegeneinander aufwägen, (Zurufe von SPD und BSW: Nein!) weder die Opfer, die durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zu Tode kamen, noch die anderen. Aber ich nenne Ihnen zwei Beispiele aus meiner Familie: Ein Bekannter meiner Familie musste als Junge aus Ostpreußen fliehen; er ist vor einigen Jahren gestorben. Seine Mutter wurde von der Roten Armee vor seinen Augen vergewaltigt, während man ihm die Kalaschnikow an den Kopf hielt, damit er sich das ansieht. Dieser Mann hatte bis zu seinem Tod einen tief sitzenden Hass gegen die Russen – das war seine Aussage. Meine Großmutter hat während des Krieges beide Elternteile verloren, wurde adoptiert und musste auf der Flucht mit den Adoptiveltern mit ansehen, dass am Wegesrand die Leiche einer Mutter lag, die ein lebendiges Kind, ein Baby, in den Armen hielt. Dieses Kind haben sie aufgenommen; es wurde danach ihr Bruder. Da kann mir niemand sagen, dass das ein Tag der Befreiung war. Dieser Tag war für die Deutschen kein Tag der Befreiung. Es war ein Tag des Leides, genau wie die Tage davor, in denen dieser Krieg Leid über Europa und Deutschland brachte. Es ist undifferenziert, zu sagen, dass die Deutschen diesen als Tag der Befreiung sehen. (Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke: Wo kam denn der Krieg her? Vielleicht können Sie das noch mal erklären!) Herr Dr. Kaufner hat das richtig ausgeführt. Ursache und Wirkung ist das eine, aber es rechtfertigt keine Kriegsverbrechen – egal, von wem, Herr Ministerpräsident. (Beifall AfD) Für Sie ist es vielleicht eine Rechtfertigung für Kriegsverbrechen, wenn andere einen Krieg vom Zaun gebrochen haben. Für uns ist es das nicht. Ich bitte daher diesen Landtag inständig, den Entschließungsantrag nicht anzunehmen. – Vielen Dank. (Beifall AfD) 2025 15

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