Dennis Hohloch
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Frau Hildebrandt, ich fange mal mit Ihnen an. Es ist ja bezeichnend, dass die AfD-Fraktion einen Antrag auf ein umfassendes Genderverbot einbringt und alle Fraktionen selbstverständlich wieder dagegen sind – nicht aus irgendwelchen wirklich triftigen Gründen, sondern weil er von der AfD-Fraktion kommt. Frau Hildebrandt – ich weiß gar nicht, wo Sie gerade sind; sie ist, glaube ich, gar nicht da … (Lars Hünich [AfD]: Doch, doch! – Abgeordnete Elske Hildebrandt [SPD] winkt.) 2025 73 – Ach, da ist sie. Schön, Sie zu sehen! (Beifall des Abgeordneten Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]) Bei Herrn Dr. Kaufner von einem hasserfüllten Redebeitrag zu sprechen, ist schon eine wirkliche Entstellung der Realität. Es stand nicht Uwe Adler hier vorn, es stand Dr. Kaufner hier vorn, (Heiterkeit und Beifall AfD) und er hat meiner Meinung nach einen sehr nüchternen Beitrag abgeliefert. Sie sagen: „Bestimmte Sprechweisen werden sich durchsetzen.“ Ja, aber es ist ein Unterschied – auch für Sie, Herr Staatssekretär –, ob sich bestimmte Sprechweisen durchsetzen, weil sie in der Bevölkerung von sich aus anerkannt sind, weil sie nützlich sind und der Sprache dienen, oder ob sie sich durchsetzen, weil eine sprachliche Nomenklatura gebildet wird. Wenn mit Milliarden an Steuergeldern – ich habe gerade noch einmal nachgeguckt – 173 Professoren für Gender-Mainstreaming in Deutschland bezahlt werden und wenn Sie mit Ihren Vorfeldorganisationen, den NGOs und Ihrem tiefen Staat, die ja keine Regierungsorganisationen sind, obwohl sie von Ihnen finanziert werden, dafür sorgen, dass wir jeden Tag mit dieser Propaganda beschallt werden, dann müssen die Leute ja auch irgendwann verrückt werden. Aber, meine Damen und Herren, trotz der gesamten Propaganda möchte die Mehrheit der Deutschen – das hat Herr Dr. Kaufner auch richtig gesagt – nicht gendern, und das sollten Sie endlich akzeptieren. (Beifall AfD) Sie müssen aus Ihrem Elitedenken – von oben herab und mit dem Zeigefinger – rauskommen. Sie müssen endlich einmal begreifen, dass das Volk der Souverän in diesem Land ist und entscheidet, wie es zu reden, wie es zu denken und wie es zu leben hat. Es ist nicht Ihre Aufgabe, die Menschen immer wieder mit dem Zeigefinger zu ermahnen. Ich möchte noch eine Sache anfügen. Sie sagen ja immer, es gebe keinen Bekenntniszwang. Durch das Steuergeld, das Sie einsetzen, durch Ihre Vorfeldorganisationen, durch die Medien entsteht durchaus ein Bekenntniszwang. Denn diejenigen, die gendern, sind progressiv, sind emanzipatorisch, sind vorwärtsgewandt. Diejenigen, die es nicht tun, sind ewiggestrig – wie oft haben wir das gehört! – oder intolerant; im schlimmsten Fall sind sie sogar rechtsextrem. Das ist ein Stigma und ein Etikett, das Sie bewusst nutzen, und auf der anderen Seite sagen Sie, es gebe keinen Bekenntniszwang. Sie lügen, meine Damen und Herren! (Beifall AfD) Dieser Bekenntniszwang ist real, er ist existent, und deswegen trauen sich die Menschen auch nicht, offen über dieses Thema zu reden. Da kommen wir gleich einmal zur CDU, die ja sagt: Keine Fraktion befasst sich bei all den wichtigen Themen so oft mit dem Gendern. – Frau Augustin – sie ist jetzt gerade gar nicht da –, ich will einmal die Bilanz der Anträge sehen, die wir eingereicht haben, und der Anträge, die Sie als CDU-Fraktion eingereicht haben. Dann wissen wir ganz genau, wer sich in den letzten Jahren mit den wichtigen Themen hier im Land befasst hat und wer nicht. (Beifall AfD – Lars Hünich [AfD]: Und das war nicht die CDU!) Hinzu kommt, dass das Gendern kein Randthema ist. Es ist Bestandteil einer umfassenden, großen, globalen linken und woken Ideologie. Da spielen verschiedene Themen mit rein. Es geht darum, den Menschen klarzumachen, dass es angeblich mehr als zwei Geschlechter gibt und man sich aussuchen könne, was man heute und was man morgen ist und ob ein Mann eine Frau sein kann oder nicht. Ich sage Ihnen einmal eine ganz einfache Wahrheit: Nur weil ein Mann denkt, dass er eine Frau ist, ist er keine Frau. (Vereinzelt Beifall AfD) Es ist nun einmal so, dass Sie einen Geist und einen Körper haben. Mit dem Geist können Sie sich Dinge sicherlich irgendwie schönreden. Aber die Biologie können Sie nicht austricksen, und das werden Sie auch in Zukunft nicht können. Diejenigen, die das zu machen versuchen, begehen wirklich, wirklich, wirklich schlimme Dinge an unseren Kindern. Wer mit Hormonblockern an Jugendliche herangeht, wer mit Geschlechtsumwandlungen an Jugendliche heranwill, der ist krank, meine Damen und Herren, und der hat es auch nicht verdient, dass diese Dinge überhaupt noch politisch diskutiert werden. (Beifall AfD) Das führt uns zum Thema Kitas. Selbstverständlich brauchen wir auch ein Genderverbot an unseren Kitas. Wir haben es hier mit besonders Schutzbedürftigen zu tun: mit Kindern, die überhaupt nicht begreifen, wie Menschen auf solche kranken Gedanken kommen können, dass sie heute ein Fuchs, morgen eine Maus, gestern ein Mann und morgen eine Frau sein können oder eins von 600 anderen Geschlechtern haben, die sich Leute mit diesen Genderprofessuren jeden Tag aufs Neue ausdenken. Und das ist auch nicht witzig. Viele von Ihnen ziehen das ja immer ins Lächerliche; gerade bei der CDU hat man das vorhin so mitbekommen. Es ist ein großer ideologischer Kulturkampf, vor dem wir stehen, und das Gendern ist ein Teil davon. Es ist kein Verbot, wenn man sich an die Realität hält. Es ist das Gebot der Stunde und es ist humanistisch, wenn wir das Gendern an unseren Schulen verbieten, meine Damen und Herren. (Vereinzelt Beifall AfD) Die CDU möchte das in anderen Bundesländern übrigens auch; vielleicht schließen Sie sich hier in Brandenburg an. Mein letztes Wort – dann komme ich zum Schluss, Herr Vizepräsident –: Im Wahlprogramm des BSW steht drin, dass Sie sich für ein umfassendes Genderverbot einsetzen. (Beifall AfD) Also stellen Sie sich nicht hierhin und behaupten etwas anderes! Sie haben die Wähler belogen. Sie haben das Merz-Prinzip zu Ihrem Prinzip auserkoren. Sie als BSW sind der Büttel für die SPD, und Sie sind keine erneuernde Kraft für dieses Land. – Vielen Dank. (Beifall AfD – Zuruf von der AfD: Schwachmaten!)
