Roman Kuffert
Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kollegen des Hohen Hauses! Liebe Brandenburger! Die Koalition aus SPD und BSW lässt feststellen: „Brandenburg ist Filmland.“ Damit das so bleibt, schlägt die Koalition vor, entsprechende Steueranreize zu schaffen und zu prüfen, wie die Medienboard GmbH zu fördern zu sei. Meine Damen und Herren, das ist doch das Mindeste, was gefordert werden muss. (Beifall AfD) Tatsächlich ist die Sachlage aber komplexer. Diese anfängliche Darstellung der Sachlage, die im Einzelnen zwar korrekt ist, endet aber richtigerweise mit dem Verweis auf den Handlungsbedarf, der auf der Bundesebene besteht, und auf die schwierige wirtschaftliche Gesamtlage. Also: Sie trauen Ihren Worten anscheinend selbst nicht. Ihre Darstellung ist schon allein deswegen fragwürdig, weil sie den Gesamtrahmen ausblendet und die internationale Bedeutungslosigkeit des deutschen Films nicht thematisiert. Sie thematisiert ferner nicht den Abschied von eigentlich unverrückbaren Standards von Kunst und Zivilisation auf früher bedeutenden Filmfesten, was einem woken Zusammenbruch gleichkommt. Das Kreisen einer linksextremen, postkolonialen Szene um sich selbst führt eben in die Sackgasse. (Vereinzelt Beifall AfD) Deutschland ist durch falsche Politik ein immer unattraktiverer Standort geworden – auch in der Filmbranche! (Beifall AfD – Kurt Fischer [SPD]: Haben Sie zugehört? – Dr. Jan Redmann [CDU]: Sie gucken die falschen Filme!) Die Filmförderung kann nicht getrennt von diesem Niedergang gesehen werden. Oder – positiv gesagt –: Die Filmkunst muss Teil eines kulturellen Wiederaufstiegs unseres Vaterlandes werden. (Vereinzelt Heiterkeit und Oh!-Rufe – Steeven Bretz [CDU]: „Restabilisierung“!) – Ja, Vaterland. Die von der Politik selbst verschuldeten, sich stark negativ auswirkenden Krisen wie Corona und Ukraine sind Teil des woken Arguments. Die Krise des deutschen Films auf einen Virus und Putin zurückzuführen, (Kurt Fischer [SPD]: Hä?) ist hier so peinlich wie in jedem anderen Politikfeld. Sollte irgendetwas davon die Filmkunst berührt haben, dann durch die Beförderung von Unfreiheit und Verarmung durch politische Entscheidungen der deutschen Politkaste. (Vereinzelt Beifall AfD) Der Konkurrenzdruck durch den internationalen Film und die Auswirkungen des Einsatzes von künstlicher Intelligenz bedeuten Herausforderungen, die angegangen werden müssen, sind aber nicht Teil einer Krise. Die von Ihnen vorgenommene Darstellung der aktuellen wirtschaftliche Lage spiegelt also einen verkürzten Ausschnitt wider, aus dem heraus die Zukunft entwickelt werden müsste.
