Lars Hünich
Herr Präsident! Ich hatte versucht, mich rauszuhalten, aber vor allem mit Blick auf diese Coronageschichte sind Sie nun einmal eine Regierungspartei, ob Sie das wollen oder nicht. – Numero eins: Wir hatten hier ja schon gehört, dass in diesem Zeitraum der erste Coronatote gemeldet wurde. Ein paar Wochen später ist Februar. Im Februar hätten Sie wissen müssen, dass dieses Virus überhaupt nicht das Virus ist, das Sie bekämpfen wollten – das zeigt nämlich die Heinsberg-Studie von Herrn Streeck. (Zuruf des Abgeordneten Udo Wernitz [SPD]) Ganz ehrlich: Ich bin dafür, dass wir aus der Blase rauskommen, aber ihr kommt ja nicht aus eurer Blase raus. (Beifall AfD) Sie reden von Wissenschaftsfreiheit. Sie haben Wissenschaft eingeschränkt, Sie haben Wissenschaft diskreditiert und Sie haben Wissenschaft ausgeschlossen. Wir haben – neben den RKI-Files – in diesem Untersuchungsausschuss festgestellt, dass alles, was Sie getan haben, nicht angemessen war, nicht erforderlich war und vor allen Dingen politisch war. Ich bin dafür, dass wir gemeinsam etwas tun und wir irgendwann auch verzeihen – das ist überhaupt kein Thema –, aber ihr habt noch nicht einmal reflektiert, was für Fehler ihr gemacht habt. (Beifall AfD) Sie reden davon, dass die Daten schneller erfasst werden müssen. Sie haben überhaupt keine Daten erfasst! Null! Sie haben bis heute keine Daten darüber, wer von denjenigen, die Long Covid haben, geimpft ist. Und warum ist das so? Weil Sie sich vor der Antwort fürchten – weil Sie Angst davor haben. (Beifall AfD) Sie entschädigen heute Long-Covid-Kranke. Ja, das ist auch in Ordnung, denn die, die Long Covid haben, sind in der Regel Post-Vac-Kranke. Ich bin ja froh, dass die überhaupt irgendwas bekommen. Post-Vac-Kranke lassen Sie nicht nur allein, Post-Vac-Kranke diffamieren Sie heute noch. (Beifall AfD) Diese Pandemie, von der Sie sagen, sie sei vorbei, ist eben nicht vorbei – denn bei den Leuten sind die Grundrechtseinschränkungen immer noch im Kopf, und das müssen wir aufbrechen. Ich bin dafür, dass wir in die Zukunft blicken, und ich bin dafür, dass wir uns hinsetzen und uns zumindest darauf verständigen, zu sagen: So wie es abgelaufen ist, darf es nie wieder passieren. (Beifall AfD)
