Julian Schwarze
Jetzt haben Sie selber gerade „voraussichtlich“ gesagt und eine Schätzung genannt. Der Punkt ist ja, und das hatten wir im letzten Ausschuss, dass die WBM noch gar keine Zahlen hat. Sie hat mal geschätzt unter Bezugnahme auf andere Gebäude und gleichzeitig das Ganze unter die Annahme gestellt, dass man quasi so saniert, als wenn es ein Neubau wäre, und das ist ein totaler Widerspruch zu dem, was Sie als Senat oder Koalition hier ansonsten immer sagen, wo Sie sagen, es muss einfacher werden, runter von den Standards, und günstiger. Hier rechnen Sie es aber künstlich hoch. Das ist letztendlich ein Widerspruch. Deswegen sagen wir auch, das muss anders berechnet werden und vielleicht nicht nur im stillen Kämmerlein, wenn die WBM ein paar Zahlen aufschreibt, mit dem Ziel, den Abriss zu rechtfertigen. Das ist auch eine Transparenzsache, da heranzugehen. Für Konzepte, wie das betrieben und finanziert werden kann, gibt es verschiedene Vorschläge. Dazu gehört dann aber auch, die Leute mal einzuladen, das auf den Tisch zu legen und durchzurechnen und sich nicht nur hinzustellen und zu sagen, das geht nicht. Ich weiß nicht, woher Sie die halbe Milliarde haben. Die halbe Milliarde wäre da gesetzt, und anders geht es nicht – das ist absurd. Eigentlich wissen Sie es auch, und wir sollten uns doch ehrlich machen und erst mal fragen: [Zuruf von Heiko Melzer (CDU)] Ist das Ziel, das Gebäude zu erhalten, ja oder nein? Ein Großteil hier im Haus sagt mittlerweile: Ja, und lasst uns einen Weg finden! – Sie sagen Nein. Das nehmen wir damit zur Kenntnis, mit Bedauern, aber vielleicht hat sich das bald ja auch erledigt. [Beifall bei den GRÜNEN und der LINKEN]
