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Cornelia Seibeld

18.06.2026 Sitzungen 19/89

Frau Senatorin Günther-Wünsch, bitte schön! Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Herr Förster! Das ist eine wichtige Frage, und ich sage Ihnen ganz klar: Wir sind die erste Regierung, ich bin die erste Senatorin, die dieses Thema tatsächlich in Auftrag gegeben hat. Wenn wir jetzt darüber sprechen wollen, ob die Maßnahmen, die wir aus diesem Konflikt- und Gewaltbarometer ergreifen, wirksam sind und tatsächlich dafür sorgen, dass die Gewalt- und Konfliktfälle an unseren Schulen zurückgehen, dann wäre es zwingend erforderlich, eine weitere Studie in Auftrag zu geben. Eine weitere Studie wäre aber auch sinnvoll, um zum Beispiel das Thema der Elternperspektive und weitere Professionen an Schule mit in den Blick zu nehmen. Es kann auf gar keinen Fall dabei bleiben, eine Studie in Auftrag zu geben. Dieses Land hat viel zu lange weggeschaut, wenn es um das Thema Gewalt und Konflikte an unseren Schulen geht. [Vereinzelter Beifall bei der AfD] Wir sind der erste Senat, der sich bei diesem Thema ehrlich macht, und darum muss es auch weiterhin gehen. In der Vergangenheit sind bei uns die Fälle immer anonym eingegangen. Wir haben jetzt den Schulen signalisiert, dass wir ein ehrliches Interesse daran haben, genau hinzuschauen, da wir auch zukünftig ehrlich damit umgehen werden. Es muss darum gehen, Schulen zu unterstützen, und das wird es nicht zum Nulltarif geben, auch das sage ich ganz deutlich. Wenn wir Maßnahmen ergreifen wollen, um tatsächlich bessere Lehr- und Lernbedingungen, Sicherheit und Schutz an unseren Schulen zu schaffen, klare Regeln einzufordern und Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, dann wird das nicht ohne Weiteres so möglich sein, aber es ist zwingend erforderlich. Genau das zeigt uns die Studie, die Zahlen, Fakten und Daten, die wir da haben. Sodass ich ganz klar sage: Wenn wir weiter Verantwortung haben, wird es nicht die letzte Studie gewesen sein. Was ich auch ganz klar sage: Wir haben diese Studie auch an die BMK, die Bildungsministerkonferenz, gegeben. Wie gesagt, wir sind bundesweit das erste Bundesland, das diese Transparenz und Ehrlichkeit in diesem Bereich schafft, und ich würde mir sehr wünschen, dass andere Bundesländer uns folgen, nicht nur, um zu zeigen, dass nicht allein Berlin dieses Thema hat, sondern um tatsächlich auch voneinander lernen zu können, welche Maßnahmen greifen. Es muss nicht jeder das Rad immer wieder neu erfinden, sondern wir können auch gemeinsam dafür sorgen, dass Schulen wieder zu echten Lebens-, Lern- und Lehrorten werden. – Vielen Dank! [Vereinzelter Beifall bei der CDU]

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