Cornelia Seibeld
Frau Senatorin Günther-Wünsch, bitte schön! Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Ich hatte es gerade gesagt: Die Ergebnisse sind erst der Beginn und nicht das Ende eines Arbeitsprozesses. Wir haben, bevor wir die Studie veröffentlicht haben, im Vorfeld mit allen Schulleitungsverbänden darüber gesprochen und durch das Institut Allensbach diese Studie auch allen Schulleitungsverbänden vorgestellt. Das heißt, die Schullandschaft ist über die Daten und Fakten informiert. Wir werden jetzt die Sommermonate, den Juli und den August, nutzen, um in Workshops mit allen gemeinsam darüber zu sprechen, was das bedeutet. Wenn ich sage „mit allen gemeinsam“, heißt das, dass wir alle Schulleitungsverbände, den Landeselternausschuss, den Landesschülerausschuss, aber auch andere Fachverwaltungen, andere Experten mit an den Tisch holen und gemeinsam besprechen werden, welche Maßnahmen unsere Berliner Schulen brauchen, um dem Anstieg von Konflikt und Gewalt begegnen zu können. Ich möchte auch einmal deutlich machen, dass wir über alle Formen von Gewalt sprechen. Wir sprechen über körperliche Gewalt, psychische Gewalt, digitale Gewalt, sexualisierte Gewalt. Wir haben in den Bereichen keine Ausnahme, sondern das gesamte Spektrum. Wenn wir über die Maßnahmen sprechen, werden wir uns ganz klar von einem Dreiklang leiten lassen. Das heißt, es wird das Thema Präventionsarbeit im Vordergrund stehen. Denn das hat die Studie auch sehr deutlich gesagt und gezeigt: Belastete Schulen sind durch das Thema Gewalt in ihrem Alltag so eingeschränkt, dass es überhaupt nicht mehr möglich ist, Präventionsarbeit zu leisten. Wenn Prävention aber nicht funktioniert, dann müssen wir natürlich über ganz klare Maßnahmen zur Intervention, aber auch zur Repression sprechen. Es muss zukünftig auch ganz klar darum gehen, Opfer zu schützen und Täter die Konsequenzen ihres Handelns spüren zu lassen. – Danke!
