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Silke Gebel

GRÜNE 18.06.2026 Sitzungen 19/88

Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Warum reden wir heute eigentlich über das Thema? – Wir reden darüber, weil ein Krankenhaus nicht nur von Ärztinnen und Ärzten oder von Pflegekräften am Laufen gehalten wird, sondern weil Tausende Menschen in den Krankenhäusern von Berlin jeden Tag für die Reinigung, für die Sterilisation des OP-Bestecks, für das OP-Management, für die Grünflächenpflege, für die Logistik, für die Medizintechnik, für die Speiseversorgung zuständig sind – lauter Menschen, deren Arbeit viel zu oft unsichtbar ist und deren Arbeit wir auch als Parlament viel stärker wertschätzen müssten, denn ohne diese Menschen funktionieren das Krankenhaus und unsere Gesundheitsversorgung nicht. Darum geht es heute, liebe Leute! [Beifall bei den GRÜNEN und der LINKEN] Ich sage das einmal so deutlich, weil wir uns – die Älteren, die schon länger hier dabei sind, erinnern sich – sehr häufig über diese Frage der Tarife für die Menschen, die die, ich sag mal, unsichtbare, aber elementare Arbeit in den Berliner Krankenhäusern machen, unterhalten haben und weil sich der Umgang mit diesen Menschen in die lange Liste der gebrochenen Versprechen der schwarzroten Koalition einreiht. Das ist ein Riesenproblem für dieser Stadt. [Beifall bei den GRÜNEN – Vereinzelter Beifall bei der LINKEN] Lieber Kai Wegner, ich bin auch froh, dass Sie jetzt hier sind. Ich erinnere mich nämlich noch, dass wir 2021 gemeinsam auf einem Podium waren mit sehr vielen dieser Menschen, über die ich gerade eben gesprochen habe, [Regierender Bürgermeister Kai Wegner: Ich erinnere mich auch!] und Sie gesagt haben, dass Sie versprechen, dass Sie 2026 die Wiedereingliederung umgesetzt haben werden, wenn Sie Regierender Bürgermeister werden. Das war ein Wahlkampfversprechen, dass Sie 2021 gegeben haben. Sie haben vor ein paar Wochen – das wurde eben schon in diesem Raum erwähnt – erneut wieder ausgesprochen, dass Sie die betriebliche Altersvorsorge für diese Menschen versprechen und haben damit wieder Hoffnung geschürt, Versprechen gegeben, in einer Situation, in der wir alle wissen, dass die finanzpolitische Lage schwierig ist. Da müssen Sie aber auch diesen Menschen die Versprechen geben, die Sie auch einhalten können. Deswegen: Liebe Koalition! Sie haben jetzt noch knapp drei Monate Zeit, das Versprechen, das Ihr Regierender Bürgermeister 2021 gegeben hat, was Ihr Regierender Bürgermeister vor ein paar Wochen erneuert und verschärft hat, die Hoffnung der Menschen, die die unsichtbare aber wichtige Arbeit in unseren Krankenhäusern für die Gesundheitsversorgung leisten, einzulösen. Wir werden Sie daran erinnern. – Vielen Dank! [Beifall bei den GRÜNEN und der LINKEN]

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